Servus Service!

Tag sechs bei der East African Safari Rally. Heftige Regenfälle in der Nacht verwandelten die Straßen (welche Straßen?) in schleimige Glitschpisten.

1. Dezember 2007

Michael Heimrich

Eigentlich ideales Angriffswetter. Wenn nicht alle Siegkandidaten ohne Service dagestanden hätten …

Die über 50-Jährige Geschichte der East African Safari Rally ist um ein Kuriosum reicher. Nach starken Regenfällen in der Nacht zeigten sich zahlreiche der festgefahrenen Sandpisten in hundsgefährliche Eislaufbahnen verwandelt. Nur eben ohne Eis.

Opfer dieser Verhältnisse wurden aber nicht die Piloten selbst auf den WPs sondern ausgerechnet die großen Ersatzteil-LKW der führenden Ford- und Porsche-Teams. Innerhalb weniger Kilometer auf der Anfahrt zum ersten Servicepunkt versenkte noch vor Sonneaufgang erst die Porsche-Mannschaft von Francis Tuthill einen ihrer Service-LKW linksseits im Straßengraben, ein paar Minuten später fand sich aus Gerechtigkeitsgründen der Teiletransporter von David Suttons Escort-Team im rechten Straßengraben.

Somit standen die vier Erstplatzierten ohne sichergestellte Teileversorgung da, was sich offensichtlich in einem Nichtangriffspakt niederschlug. Keinerlei Veränderung an der Spitze, es führen weiter Waldegard/Waldegard vor Blomqvist/Goni (beide Escort), dahinter folgen die Porsche von Dor/Breton sowie Marcy/Lopes. Lokalmatador Ian Duncan ließ seinen Ford Mustang heute morgen aufgrund mangelnder Siegesaussichten im Parc Ferme stehen. Tolle Show bis dahin, aber ganz miserabler Sportsgeist. Setzen, sechs!

Und endlich mussten auch unsere deutschen Teilnehmer vom Rallywebshop-Team keinen Sportsgeist zeigen, weil einfach alles glatt lief. Keine Zwischenfälle, keine Schäden, keine Verspätungen, alle waren pünktlichst im Etappenziel. Lediglich Gabriele Mahlers Pilot Imi Dewji bescherte der Remseckerin ein entspannendes Fußbad, als er etwas zu zaghaft eine Wasserdurchfahrt anging und prompt die einheimische Unterwassertierwelt zu einem 10-Minütigen Kennenlernen in den Innenraum seines Datsun 240 Z einlud.

Aber das war es auch schon an Zwischenfällen. Obwohl: Ekya Shah und Prina Shah hatten wohl zum Frühstück einen kleinen Optimisten verspeist, der sie bremsfrei durch eine enge Kurvenkombination in WP 1 des Tages bringen sollte. Ergebnis: Doppelter Salto vorwärts und zwei gebrochene Finger bei der hübschen jungen Inderin auf dem Beifahrersitz. Es soll aber niemand glauben, dass irgendjemand ans Aufgeben gedacht hätte. Auto geflickt, Finger geschient und in WP 3 waren beide wieder am Start! Das ist wohl wahrer Sportsgeist … gell Herr Duncan?

Ach übrigens, fast hätte ich es vergessen. Ein deutsches Team hat es dann doch noch geschafft, mit einem Plattfuss über eine Stunde zu verlieren. Die Mannschaft Reinhard Klein/Thomas Senn. Pressefritzen eben, man kann sie nichts machen lassen …

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