Mach’s noch einmal, Walter!

Im Jahr 1980 katapultierte sich ein bis dahin nur in Fachkreisen bekannter Mann in die Stratosphäre des Rallyesports. Exakt 40 Jahre danach tritt Walter Röhrl noch einmal bei seiner geliebten ‚Monte‘ an. Das Umfeld hat sich geändert, der Ehrgeiz ist geblieben.

31. Januar 2020

Michael Heimrich

Wir erinnern uns: Als Walter Röhrl auf einem angeblich ungeeigneten Ford Capri der Weltelite zu Beginn der Olympia-Rallye auf der Nase rumtanzt, überschlägt sich 1972 vielleicht die Rallye-Welt, aber keineswegs der Rest der Nation. Den Europameistertitel im untermotorisierten Irmscher-Ascona nehmen auch nur Fans zur Kenntnis.

Im Jahr 1979 führte die FIA eine Fahrer-WM ein. Ach wirklich? Der erste Weltmeister hieß Björn Waldegaard. Nie gehört. Rallyesport war eine Randsportart, der Name Röhrl was für Fetischisten.

Wenn das gemeine Sportschau-Volk irgendwas über Rallye sagen sollte, fiel ihm allenfalls der Begriff Monte Carlo ein. Von der ältesten Automobilsport-Veranstaltung der Welt im glamourösen Fürstentum des Traumpaars Fürst Rainier und Hollywood-Grazie Grace Kelly, das war sogar in Frisiersalons und Kaffeekränzchen ein Begriff. Und so änderte sich alles, als die große alte Dame in Südfrankreich und der lange Lulatsch aus Bayern im Januar 1980 zueinander fanden. Walter Röhrl holte seinen ersten Monte-Sieg und entfachte nicht nur mit seinem Fahrkönnen, sondern auch seiner direkten Art eine Begeisterung, die bis heute anhält.

Rückkehr im Porsche 911

Zum 40. Jubiläum kehrt der Ex-Weltmeister noch einmal an den Ort seiner größten Erfolge zurück und nimmt zusammen mit seinem langjährigen Beifahrer Christian im Porsche 911 an der Rallye Monte Historique teil. Das Duo mit der Startnummer ‚10‘ macht sich am Abend von Reims aus auf den Weg ins Fürstentum und wird in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch das Ziel im Hafen von Monte Carlo erreichen.

Weil der alte Ehrgeiz noch immer da ist, hat man die letzten Wochen intensiv genutzt, um sich mit den vorgegebenen Strecken und dem Auto vertraut zu machen. „Unser Auto ging hervorragend. Der 911 aus 1979 wurde erstklassig vorbereitet“, lobte Röhrl sein Team.

304 Teams treten an

Insgesamt nehmen 304 Teams an der Rallye Monte Carlo Historique teil – 21 davon kommen aus Deutschland. Für den Automobilclub von Monaco (ACM) ein lohnendes Geschäft, denn die Teilnehmer müssen in diesem Jahr 5.100 Euro Nenngeld bezahlen. Zugelassen sind Fahrzeuge bis zum Baujahr 1980, die in der Vergangenheit bei der ‚Monte‘ eingesetzt wurden.

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