Die Rückkehr der Gruppe-S

Drei Jahrzehnte lang waren die Gruppe-S-Prototypen fast vollständig aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwunden. Bei den „Gr.B Rallylegenden“ in Saalfelden können Fans einige rare Exemplare aus nächster Nähe bewundern.

19. April 2016

Michael Heimrich

1986 war die letzte Saison in der die legendären Gruppe-B-Wagen mit martialischer Motorleistung und irrsinniger Beschleunigung die Rallyefans in ihren Bann zogen. Eigentlich sollte auf die ohnehin wahnwitzige Gruppe-B-Ära die nächste Eskalationsstufe folgen: Die Gruppe S. 
Diese Fahrzeugkategorie sollte nach Wunsch der FIA ab dem Jahre 1988 in der Rallye-Weltmeisterschaft zum Einsatz kommen. Da es aber im Laufe des Jahres 1986 zu mehreren schweren Unfällen mit Gruppe-B-Fahrzeugen kam, wurden diese mit Wirkung zum Saisonende 1986 seitens der FIA aus der Rallye-WM verbannt und gleichzeitig die Pläne für die Einführung der Gruppe S wieder verworfen.

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Stattdessen wurden in der Rallye-WM ab 1987 Autos eingesetzt, die in der Gruppe A homologiert waren. Während für eine Homologation in der Gruppe B insgesamt 200 Exemplare produziert und der FIA präsentiert werden mussten, sollten für die Gruppe S nur mehr 10 Einheiten hergestellt werden, was auch für weniger betuchte Teams die Möglichkeit bedeutet hätte, konkurrenzfähige Rallyeautos zu bauen. Darüber hinaus sollte die Leistung der Gruppe-S-Autos auf maximal 300 PS begrenzt werden.
Die fertiggestellten Versuchsfahrzeuge hatten allerdings alle einen rund 500 PS starken Motor aus der Gruppe B verbaut. Bei den Gr. B Rallyelegenden (8. bis 9. Juli) werden die gebauten Gruppe-S Prototypen im exklusiven „autohaus“ des Hotel Gut Brandlhof in Saalfelden am Steinernen Meer zu sehen sein. Die bisher bestätigten Fahrzeuge sind: Lancia Abarth ECV I, Audi Sport quattro RS 002, Opel Kadett E Rallye 4×4, Vauxhall Astra 4S und Toyota MR2 222D.
Mehr Infos unter www.gr-b-rallyelegenden.com

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