Abschied von Hans Schuller und Peter Petit

Zwei Männer, die Rallye-Geschichte geschrieben haben, sind vor Wochenfrist von uns gegangen: der zweimalige Safari-Sieger Hans Schuller und der langjährige Pirelli-Renndienstleiter Peter Petit.

22. August 2019

Michael Heimrich

Hans Schuller starb im Alter von 88 Jahren in der Nähe von Heilbronn. Er war – durchaus typisch für jene Jahre – ein Motorsport-Allrounder, der sowohl am Lenkrad als auch beim Kartenlesen seinen Mann stand. Als Fahrer gewann er 1966 die Rallye Vorderpfalz und 1967 die Rallye Nordrhein-Westfalen und schrammte 1966 nur knapp am Titel des Deutschen Rallye-Meisters vorbei, den sein Co Tilo Dencker (einmal mit anderem Fahrer besser punktend) errang.

1968 bestritt Schuller mehrere große internationale Rallyes, als Höhepunkt die erste Marathon-Rallye von London nach Sydney, die er mit Edgar Herrmann in einem Porsche 911 auf Rang 15 beendete. Der Schwabe Hans Schuller und der aus Ulm stammende, in Kenia als Geschäftsmann lebende Edgar Herrmann feierten ihre größten Triumphe bei der Safari-Rallye, die sie 1970 im Datsun 1600 SSS und 1971 im Datsun 240Z gewannen; zweimal wurden sie zudem Fünfte.

Schuller gelang bei der Olympia-Rallye 1972 ein Klassensieg im Alpine A110 (Gruppe 3). An der Seite von Edgar Herrmann gewann er 1973 die Bandama-Rallye, mit Wolfgang Siller aus Heilbronn fuhr er eine Reihe von Langstrecken-Rallyes, zuletzt die Safari 1986. 2012 kam Hans Schuller zum Eifel-Rallye-Festival nach Daun und fuhr einige Kilometer im Safari-Porsche 911 mit.

„Der nett‘ Franzos‘“

Mit 19 Jahren kam der Franzose Pierre Petit 1943 nach Höchst im Odenwald, als Zwangsarbeiter in den damaligen Veith-Reifenwerken. Dort lernte er seine Selma kennen, heiratete sie nach Kriegsende, hieß fortan Peter Petit und wurde in der neuen Heimat als „der nett‘ Franzos‘“ bald integriert. Er blieb bei Veith-Pirelli und übernahm dort 1962 den Renndienst, mit dem er drei Jahrzehnte lang Wochenende für Wochenende bei Rallyes, Berg- und Rundstreckenrennen die Fahrer mit Reifen versorgte.

Mit seinen Vertragsteams errang er jede Menge Deutsche, Europa- und Weltmeistertitel. Die von ihm betreuten Teams und Fahrer – an vorderster Front Walter Röhrl – schätzten seine Kompetenz, die Privatfahrer seine große Hilfsbereitschaft, und alle in der Szene mochten ihn wegen seiner Freundlichkeit. Peter Petit ist hochbetagt im Alter von 95 Jahren verstorben.

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