Gerst: „Punkte sind möglich!“

Nach dem Überraschungserfolg bei der Auftaktrallye zur Deutschen Rallyemeisterschaft gilt die volle Konzentration von Andreas Gerst der Pneumant Rallye.

29. April 2003

Michael Heimrich

Und das ist auch vonnöten, gilt es doch zum Einen, die mit Abstand härteste Rallye der Rennserie zu meistern und zum Anderen das Trauma der letzten Saison zu überwinden, als ein schwerer Unfall mit Totalschaden fast das Ende für Gersts Präsenz in der letzten DM-Saison bedeutet hätte.

Und nicht zuletzt steht das Team nach dem großartigen Erfolg bei der Rallye Oberland zur Zeit auf Platz 3 der Gesamtwertung, einen Platz, den man natürlich auch gerne nach der Pneumant-Rallye noch innehätte.

Doch da gibt sich Gerst keinen Illusionen hin: „Wir dürfen uns nichts vormachen“, bleibt der sympathische Pfälzer realistisch, „unser Wagen kann es auf den überwiegend auf Schotter ausgetragenen Wertungsprüfungen nicht mit den allradgetriebenen Fahrzeugen in den anderen Klassen mithalten. Es wäre nicht nur unrealistisch, sondern auch fahrlässig, wenn wir hier voll auf Angriff fahren würden. Denn nicht umsonst hat die Pneumant den Ruf, die härteste Rallye in der DM zu sein. Hier wird das Material auf eine sehr harte Belastungsprobe gestellt und unter uns Fahrern gilt die Devise, daß heil ankommen hier schon den halben Sieg bedeutet.“ erklärt Gerst.

„Wir sind auf Schotter unterlegen und würden nur ein vorzeitiges Ausscheiden riskieren, würden wir wie Hasardeure attackieren. Zudem ist die Pneumant eine Zweitages-Veranstaltung mit separater Punktwertung und Bonuspunkten für das Gesamtergebnis aus beiden Tagen.
Man fährt quasi zwei Rallyes an einem Wochenende und da sind etliche wertvolle Punkte zu holen, aber auch zu verlieren. In die Gesamtwertung kann man aber nur punkten, wenn man an beiden Tagen ankommt. Mit ein wenig taktischem Geschick ist es uns durchaus möglich, nicht allzu weit in der DM-Gesamtwertung vom 3. Platz zurückzufallen, genauso aber können wir durch einen Ausfall einen immensen Punkterückstand aufbauen, dem wir die ganze Saison nachtrauern würden. Unser Ziel ist es dennoch, unsere Klasse zu gewinnen. In der Gesamtwertung der Pneumant wäre ein Platz in den Punkten, also unter den ersten Zehn zwar toll, aber das halte ich unter den Rahmenbedingungen für unwahrscheinlich.“ resümiert der Pfälzer Skoda-Pilot.

Also ist das Motto des Wochenendes „Kontrollierte Offensive“?
„So könnte man das sagen“, meint Gerst und fügt mit einem verschmitzten Lächeln hinzu: „Wenn mir jemand verrät wie ich, wenn ich erst mal wieder hinter dem Steuer sitze, meinen Offensivdrang kontrollieren kann.“

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