Die 35. ADAC Rallye Buten un Binnen lockte als dritter Lauf zum Ravenol Deutschen Rallye Cup 54 Teams ins Rallyezentrum nach Bruchhausen-Vilsen. Die sechs Wertungsprüfungen – vier davon auf dem Gelände der Eickhofer Heide, dem früheren IVG-Übungsplatz – forderten ihren Tribut: Nur 36 Teams erreichten das Ziel. Die Wetterlage präsentierte sich bewölkt bis heiter, die Stimmungslage bei einigen Teams wohl ähnlich – allerdings in umgekehrter Reihenfolge.
Lange sahen die amtierenden Deutschen Rallyemeister Marijan Griebel / Ella Kremer im Skoda Fabia RS Rally2 wie die sicheren Sieger aus. Sie setzten auf allen Wertungsprüfungen deutliche Bestzeiten, ehe eine Strafminute auf WP 1 – ausgelöst durch einen umstrittenen Fehler an einer Zeitkontrolle – alles veränderte. „Sportlich war es ein sehr wertvoller Test, eine gute Vorbereitung für die Saison. Diese sehr umstrittene Entscheidung an der Zeitkontrolle sorgte allerdings für ein unschönes Ende“, formulierte Griebel seinen Unmut.
So ging der Sieg wie im Vorjahr an den Niederländer Yannik Vrielink („auf diese Art möchte niemand gewinnen“), der gemeinsam mit Harm van Koppen einen Citroën C3 Rally2 pilotierte. Seine dänischen Markenkollegen Kenneth Madsen / Mats Dalsager belegten Rang zwei. Das internationale Podium komplettierten die Niederländer Kevin van Deijne / Lisette Bakker im Skoda Fabia RS. Griebel fiel nach der Zeitstrafe mit einem Rückstand von 35,9 Sekunden auf die Sieger auf Rang vier zurück, gefolgt von seinem Teamchef Dennis Rostek / Stefan Kopczyk in einem weiteren Fabia RS.
Pöttgen übernimmt die Ravenol-DRC-Führung
Mit dem dritten Klassensieg in der NC8 in Folge übernahmen Niklas Pöttgen / David Wölwer in ihrem seriennahen Seat Ibiza die Führung in der Ravenol-DRC-Zwischenwertung nach drei Läufen. Die Titelverteidiger schufen sich damit eine starke Ausgangsposition für die weitere Saison. „Wir sind absolut fehlerfrei durch das sehr anspruchsvolle IVG-Gelände gekommen, was immer wieder irre viel Spaß macht“, freute sich das Duo im Ziel. „Es ist ein großartiges Gefühl, an der Spitze zu sein, und wir werden alles daransetzen, dort zu bleiben. Es ist aber nur eine Momentaufnahme, weil wir nun die einzigen mit drei Ergebnissen sind. Natürlich bleibt es unser Ziel, den DRC-Titel zu verteidigen.“ Für Pöttgen wäre es der dritte Titel in Folge.
Mit den Punkten aus zwei Klassensiegen liegt der Schweizer Mathias Schläppi, der diesmal pausierte, auf Rang zwei.
Die Brüder Niklas und Gerrit Möller verbesserten sich mit ihrem zweiten starken Ergebnis auf den dritten Gesamtrang. „Wir sind einfach nur super happy. Christian Riedemann ist in unserer Klasse NC3 nicht zu schlagen, deshalb sind wir mit dem zweiten Klassenplatz sehr zufrieden“, erklärte das Geschwister-Duo. „Wir hatten im letzten Jahr bereits gute Ergebnisse, sind aber zu wenige Veranstaltungen gefahren. Dieses Jahr werden wir kontinuierlich starten und schauen, was am Saisonende dabei herauskommt. Heute hat einfach alles gepasst.“
Mit den Punkten für den dritten Klassenplatz hinter Lokalmatador Nico Knacker und Karl-Otto Niebäumer in der RC4 verbesserten sich Konstantin Keil / Jennifer Gräfe im Opel Corsa Rally4 auf den vierten Rang der DRC-Zwischenwertung.
Ergebnis 35. ADAC Rallye Buten un Binnen 2026
| 1. | Vrielink Yannick / van Koppen Harm | Citroen C3 Rally2 | 41:15.0 |
| 2. | Madsen Kenneth / Dalsager Mads | Citroen C3 Rally2 | +33.5 |
| 3. | van Deijne Kevin / Bakker Lisette | Skoda Fabia RS Rally2 | +34.6 |
| 4. | Griebel Marijan / Kremer Ella | Skoda Fabia RS Rally2 | +35.9 |
| 5. | Rostek Dennis / Kopczyk Stefan | Skoda Fabia RS Rally2 | +47.3 |
| 6. | Knacker Nico / Flores-Trigo Enrico | Citroen DS3 R3T Max | +2:51.7 |
| 7. | Niebäumer Karl-Otto / Niebäumer Anna | Opel Corsa Rally4 | +3:31.1 |
| 8. | Bieg Michael / Dagge Vanessa | Mitsubishi Lancer Evo IX | +3:44.6 |
| 9. | Keil Konstantin / Gräfe Jennifer | Opel Corsa Rally4 | +3:55.9 |
| 10. | Riedemann Christian / Wenzel Michael | Citroen C2 R2 Max | +4:05.7 |

