Das Duo setzte sich zu Beginn mit zwei Bestzeiten an die Spitze und brachte den Vorsprung mit einer weiteren schnellsten Zeit auf der letzten Wertungsprüfung ins Ziel. Mit knappen 9,6 Sekunden Rückstand auf den Allradler und einer Bestzeit auf WP 4 belegten Max Reiter / Conny Nemenich im Lancia Ypsilon Rally4 (RC4) den zweiten Gesamtrang. „Wir hatten von Anfang an einen guten Rhythmus und sind nahezu fehlerfrei durch die Rallye gekommen. Die Prüfungen waren aufgrund der wechselnden Bedingungen enorm anspruchsvoll und haben uns wirklich alles abverlangt“, freute sich Reiter im Ziel.
Im Sekundenkampf um Rang drei lagen nach sechs der acht Prüfungen Uwe und Jenny Gropp im Citroen C3 Rally2 (RC2) mit 4,4 Sekunden Vorsprung vor Kevin Müller / Stefanie Spreitzer (Toyota GR Yaris, NC2). Mit nur 1,3 Sekunden Rückstand folgten Michael Bieg / Vanessa Dagge im Mitsubishi Evo 9 (NC1). In der vorletzten WP markierte Bieg die Bestzeit und schob sich zwischen die Konkurrenten. „Nachdem es den ganzen Tag auf und ab ging, dachte ich: Mit etwas Mut müsste das noch klappen.“
Der wurde belohnt: Bieg / Dagge sicherten sich im Finale den letzten Podestplatz vor Gropp (+2,5 Sek.) und Müller (+0,4 Sek.). Müller und Reiter schoben sich mit den Punkten für ihre Klassensiege auf die Plätze vier und fünf und damit in die Spitze der DRC-Tabelle. Mit ihrem zweiten Podestplatz übernahmen Reiter / Nemenich zudem die Führung in der Gassner Motorsport Top Five Trophy. Hier werden die eingeschriebenen DRC-Teams gewertet, die sich bei einem der Läufe unter den besten fünf der Gesamtwertung platzieren.
Pöttgen macht jetzt „Sommerpause“
Mit dem vierten Klassensieg im vierten Saisonlauf bauten Niklas Pöttgen / David Wölwer im seriennahen Seat Ibiza (NC8) ihre Gesamtführung in der DRC-Tabelle weiter aus. „Natürlich ist der vierte Sieg in Folge ein großartiges Gefühl! Wir haben im Auto eine sehr gute Stimmung und gehen nicht zu verbissen an die Sache heran“, erklärte Wölwer die Erfolgsserie. Pöttgen ergänzte: „Wir haben frühzeitig die Hälfte unserer Punkte eingefahren, können den Rest der Saison etwas entspannter angehen und beobachten, was die Konkurrenz macht. Zum Saisonende wird es definitiv noch einmal eng an der Spitze.“
Mit dem zweiten Klassenplatz in der NC2 hinter Timo Schulz / Maresa Lade (Citroen C2R2 max) sicherten sich Mathias Schläppi / Markus Kubiak im Peugeot 208 R2 weitere wichtige Zähler. In der DRC-Zwischenwertung festigten sie ihren zweiten Platz, haben allerdings ein Ergebnis weniger als Pöttgen.
Tony Bayer und Co-Pilot Dominik Buss erkämpften sich im BMW 323 Ti mit Rang zwei hinter Müller / Spreitzer in der Klasse NC2 wichtige Punkte und verbesserten sich damit auf den dritten Platz der DRC-Zwischenwertung. „Wir sind mit unserer Leistung sehr zufrieden. Zu Beginn passte unsere Reifenmischung nicht optimal, aber ab der dritten WP konnten wir ans Limit gehen und hatten bis zum Schluss einen guten Fight mit Kevin“, sagte Bayer und ergänzte: „Das ist unsere zweite Saison im DRC. Für ein Amateurteam ist es die sinnvollste Meisterschaft. Es sind die schönsten Rallyes des Jahres dabei – und am Ende kann man sogar noch Preisgeld gewinnen.“
Ergebnis Oster-Rallye Zerf 2026
| 1. | Sawicki Damian / Grundmann Stefan | Subaru Impreza GT | 43:50.4 |
| 2. | Reiter Max / Nemenich Conny | Lancia Ypsilon Rally4 HF | +9.6 |
| 3. | Bieg Michael / Dagge Vanessa | Mitsubishi Lancer Evo IX | +40.9 |
| 4. | Gropp Uwe / Gropp Jenny | Citroen C3 Rally2 | +43.4 |
| 5. | Müller Kevin / Spreitzer Stefanie | Toyota GR Yaris | +43.8 |
| 6. | Bayer Tony / Buß Dominik | BMW 323 Ti Compact E36 | +52.1 |
| 7. | Overbeek Willem Wouter / Lier R. | Renault Clio Rally3 | +1:01.2 |
| 8. | Plum Thomas / Plum Maximilian | BMW M3 E36 | +1:15.9 |
| 9. | Schulz Timo / Lade Maresa | Citroen C2 R2 Max | +1:17.4 |
| 10. | Rettenberger Marc / Gehbauer Paul | Opel Corsa Rally4 | +1:24.8 |
