Nachbeben in Griechenland

WRC3-Sieger Rossel disqualifiziert - Wieder Strafe für Citroën

Die Akropolis-Rallye nahm für Yohan Rossel kein gutes Ende. Kaum hatte er sich als WRC3-Sieger feiern lassen, zitierten ihn die Sportkommissare zum Rapport.

Mit einem Sieg bei der Akropolis-Rallye wäre Yohan Rossel dem erhofften WRC3-Titel ein Stück nähergekommen. Zunächst schien das Wochenende für den 26-jährigen auch ein glückliches Ende zu nehmen, doch am späten Sonntagabend baten die Offiziellen sein Team zum Gespräch.

Dabei ging es zunächst um das Gewicht des vorderen Achsträgers seines Citroën C3 Rally2. Dieser wurde bei der Nachkontrolle mit 12.950g gewogen, homologiert ist er jedoch mit 12.245g. Weil die FIA höchstens eine Abweichung von +5% bzw. -2% toleriert, setzte es eine Strafe.

Kurios: Schon bei der Rallye Sardinien war der Achsträger im Auto von Rossel aufgefallen und mit 12.707g gewogen worden – ein Wert innerhalb der Toleranzgrenze, doch die FIA zeigte klar die gelbe Karte. Daraufhin wurden drei Achsträger von Rossel an den Zulieferer zurückgeschickt bis auf jenen, der die FIA-Prüfung bestanden hatte. Ausgerechnet dieser fiel nun bei der Nachkontrolle in Griechenland durch.

Citroën Racing entging in diesem Fall einer erneuten Bestrafung, dafür wurde Rossel die Schuld  am nicht korrekten Zustand seines Autos gegeben und dieser nachträglich disqualifiziert. Der Franzose verliert seinen WRC3-Sieg an Konkurrenten Kajetan Kajetanowicz und büßt deutlich vom Vorsprung in der Meisterschaft ein.

Die zweite Sache

Doch das war erst die erste Runde, denn die FIA-Techniker hatten noch etwas gefunden. Weil die Belüftung der hinteren Bremsen nicht mit den Homologationspapieren übereinstimmte, wurde Citroën Racing zu einer Strafe von 30.000 Euro verdonnert – 25.000 davon sind zur Bewährung ausgesetzt und erst fällig, wenn man sich innerhalb von zwölf Monaten erneut etwas zu Schulden kommen lässt.

Vincent Ducher, Team-Manager von Saintéloc Racing hatte in der Anhörung erklärt, dass man das Auto von Citroën Racing gekauft hatte und keinerlei Änderungen an der Belüftung der Bremse geändert habe. Damien Arbonnier, Vertreter von Citroën Racing, räumte ein, dass man die falschen Bilder für die Homologationspapiere verwendet habe und nicht die endgültigen Teile abgebildet wurden. Immerhin: in dieser Sache fing sich der gebeutelte Rossel keine weitere Strafe ein.

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