WM 2016

WRC2-Titelkampf: Skoda setzt alle Hebel in Bewegung

Um den Titel in der WRC2 zu erringen, wird Skoda alle zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen. Kleiner Schönheitsfehler: Der unterstützte Fahrer wird den möglichen Titel mit zu Toyota nehmen.

Skoda Fabia R5
Skoda will unbedingt den WRC2-Titel holen

Für Elfyn Evans ist die diesjährige WRC2-Saison gelaufen. Der Ford-Pilot hat seine sieben WRC2-Läufe bestritten. Mit dem Sieg auf Korsika hält der Tabellenführer (120 Punkte) seine Titelhoffnungen am Leben, muss nun aber tatenlos mit ansehen, wie die Konkurrenz von Skoda aufholen kann.

Sowohl Teemu Suninen (93), als auch Esapekka Lappi (82) können noch bei zwei Veranstaltungen punkten. Lappi genießt dabei die volle Unterstützung des Skoda-Werksteam, obwohl längst klar ist, dass der Finne am Ende der Saison in Richtung Toyota abwandern wird. Den tschechischen Werkssportlern scheint das egal, sie wollen den Titel selbst einfahren, statt diesen einem Privatier in einem Kundenauto zu überlassen.

Deshalb schickt Skoda in Spanien Pontus Tidemand und Jan Kopecky ins Rennen. In Wales stehen dann alle drei Werkspiloten am Start: Der Schwede und Tscheche müssen als Flankenschutz für Lappi ran, der ziemlich sicher auch beim Finale in Australien antreten wird und womöglich auch dort Schützenhilfe von einem, oder gar beiden Teamkollegen bekommt. Ein Luxus von dem die WRC2-Privatiers nur träumen können.

Evans glaubt an Suninen

Suninens Programm steht mittlerweile auch fest: Das finnische Toptalent wird neben Spanien noch in Wales antreten. Die einfachste Rechnung: Sollte er in Spanien, wo auch Skoda-Markenkollege Armin Kremer startet und im Vorjahr durch die WRC2-Absage der finalen Prüfung mitentscheidend für den Titelgewinn von Nasser Al-Attiyah war, aufs Podium fahren, muss er in Wales nur noch vor Lappi ankommen. Ein machbares Szenario. „Es würde mich wundern, wenn er dies nicht schafft. Für mich ist Teemu (Sunninen) der Titelfavorit“, sagt Tabellenführer Evans. 

Das Taktieren und die Auswahl von Läufen will die FIA im kommenden Jahr einschränken. Der Plan sieht vor, dass der Weltverband drei WM-Läufe vorgibt, an denen die WRC2-Teilnehmer verbindlich teilnehmen müssen. Zur Freude der deutschen Fans soll neben Portugal und Wales auch die Rallye Deutschland zu diesen drei vorgegebenen Veranstaltungen gehören. 

« zurück