Vorschlag der FIA

WM-Kalender: Die Rotation kehrt zurück - Aber anders als früher

Die Umgestaltung der Rallye-Weltmeisterschaft sorgt wie erwartet für Probleme. Weil es künftig nur noch acht WM-Läufe in Europa geben soll, können nicht mehr alle Bewerber berücksichtigt werden. Deshalb holt man nun eine alte Idee aus der Schublade.

Überraschung bei der FIA Weltratssitzung in Paris. Die Entscheidung über den künftigen Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft wurde auf Ende Juni verschoben. Gleichzeitig gab der Weltverband bekannt, dass der WRC-Promoter angewiesen wurde, in der Zwischenzeit über eine erneute Rotation der WM-Läufe nachzudenken.

In der Tat scheint diese alte Idee im Moment die einzige Lösung zu sein, um möglichst viele Parteien unter einen Hut zu bringen. Gibt es künftig nur noch sieben oder acht WM-Läufe in Europa, gehen zwei der aktuellen Austragungsländer leer aus. Wackelkandidaten Nummer 1 und 2: Korsika und Deutschland.

Todt schaltet sich ein

Ausgerechnet von FIA-Präsident Jean Todt soll deshalb der Vorschlag gekommen sein, im Kalender wieder eine Rotation zwischen den Ländern einzuführen. Doch dieses Mal soll sich dieses ungeliebte Mittel nicht auf einen begrenzten Kreis beschränken, sondern alle europäischen Läufe einschließen.

Den Anfang könnte Frankreich machen, denn für spätestens 2021 plant man die Wechsel von Korsika auf das französische Festland und könnte die Zwangspause 2020 für entsprechende Vorbereitungen nutzen.

Rallye Türkei wieder raus?

Durch den Absturz der türkischen Lira scheint die erst kürzlich in die Weltmeisterschaft aufgenomme Rallye Türkei schon wieder vor dem Aus. Der Veranstalter soll durch die Währungsschwankung mit wirtschaftlichen Problemen kämpfen. Im September könnte die WRC deshalb zum vorerst letzten Mal im malerischen Marmaris zu Gast sein. Sollte auch Kenia den erhoffen Sprung in die Topliga verpassen, müsste man 2020 gar nicht zu Rotation greifen.

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