Corona-Krise

Wilson: „Wichtig ist es, dass es bald wieder losgeht.“

M-Sport trifft die Corona-Krise besonders hart, schließlich lebt die britische Motorsportschmiede vor allem vom Kundengeschäft. Wenn sich kein Rad dreht, kommt kein Geld herein. Entsprechend tief sind die Einschnitte.

Ungewohnte Ruhe herrscht in den Werkhallen von M-Sport in Cumbria. Wegen der Corona-Pandemie befinden sich 200 von 250 Mitarbeitern in Kurzarbeit, nur in der Entwicklungsabteilung laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Dort entsteht gerade das neue World Rally Car mit Hybrid-Antrieb, dass ab 2022 eingesetzt werden soll.

Noch hält M-Sport an diesem Projekt fest, doch es ziehen dunkle Wolken auf. „Ohne Veranstaltungen kommt kein Geld rein, weder über Ersatzteile, Fahrzeugverkauf oder Einsätze“, erklärt M-Sport-Chef Malcolm Wilson gegenüber Motorsport aktuell die Lage.

Entsprechend knapp sind die Mittel und aus diesem Grund wird es auch kein größeres Update vom aktuellen Fiesta WRC mehr geben, sieht man von einem verbesserten Motor und einer kleinen Änderung an Front-Aerodynamik ab.

Vom neuen Rally1-Boliden soll es im Herbst einen ersten Prototyp geben, bis dahin hofft nicht nur Wilson, dass die Lage wieder entspannt. „Ich denke, nationale Serien werden schneller wieder zum Laufen kommen als internationale. Dies wäre aber zweitrangiger. Wichtiger ist, dass es bald wieder losgeht“, so der 64-jährige.

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