Rallye Mexiko nach WP5

Wie gewonnen, so zerronnen

Höhen und Tiefen für Petter Solberg zu Beginn des Rallye Mexiko. Die Bestzeit im Qualifying bedeutete zwar eine perfekte Startposition am Freitag, doch dann machen ihm zwei Reifenschäden einen dicken Strich durch die Rechnung.

<strong>RÜCKSCHLAG:</strong> Petter Solberg bremsen zwei Reifenschäden am Freitagmorgen ein

Petter Solberg sprühte vor Optimismus. Die Bestzeit im Qualifying bescherte ihm eine optimale Ausgangsposition für die erste Etappe der Rallye Mexiko, die Bestzeit auf dem kurzen Zuschauerkurs am Donnerstagabend zeigte deutlich, wohin der Norweger am Wochenende wollte.

 

Doch die Hoffnungen auf den Sieg oder einen Podiumsplatz muss Solberg vorerst begraben, jeweils ein Reifenschaden auf der zweiten und dritten Prüfungen kosteten viel Ziel. "Außerdem habe ich mich gedreht. Es waren klar meine Fehler", ärgerte sich Petter über den verpatzten Auftakt. Nachdem er beide Ersatzreifen aufgearbeitet hatte, musste er sein Tempo deutlich reduzieren, um den Mittagsservice zu erreichen. Mit 1:26 Minuten Rückstand belegt Solberg zur Tageshalbzeit den siebten Rang. "Es war ein aufregender Morgen, aber wir erwarten uns noch einiges bei dieser Rallye", schöpfte er bereits wieder neuen Mut.

 

Aber auch andere Fahrer hatten ihre Probleme. Kaum setzte Jari-Matti Latvala seine erste Bestzeit (WP3) brach die vordere Aufhängung seines Ford Fiesta (WP5). Der Finne fing sich einen Rückstand von 1:36 Minuten ein und fiel vom ersten auf den achten Platz zurück. Ken Block überstand die fünfte Prüfung ebenfalls nicht unbeschadet und erreichte  das Ziel mit einem Rückstand 4:42 Minuten. "Erst gab es einen Plattfuss, dann waren wir ein wenig zu spät auf der Bremse und rutschten in einen Graben. Außerdem brach eine Antriebswelle", erklärte der Ford-Pilot. Um seinen Teamkollegen Chris Atkinson, der direkt hinter ihm in die Prüfung startete, nicht aufzuhalten, bremste Block absichtlich und wartete auf den Australier. Doch Atkinson hatte ebenfalls Probleme durch einen Reifenschaden, "aber davon wussten wir nichts, weil unser Funk nicht funktionierte", so Block. 

 

Neuer Spitzenreiter ist nun Mikko Hirvonen, der lediglich 0,6 Sekunden vor seinem Teamkollegen Sebastien Loeb liegt. Der Weltmeister brauchte eine Weile um in Fahrt zu kommen, setzte aber vor der Mittagspause zwei Bestzeiten in Folge. Ford-Privatier Mads Östberg übersteht den Morgen ohne Probleme und rutscht auf Platz 3 nach vorn, nur 5,1 Sekunden hinter ihm kann Thierry Neuville beim ersten Schottereinsatz im WRC überzeugen. Ott Tänak und Evgeny Novikov belegen die Ränge 5 und 6. Atkinson rutschte nach den Reifenproblemen auf den neunten Platz ab.

 

Neuville ärgerte sich im Service über das Verhalten einiger Mexikaner. Sie warfen mit Steinen auf sein Auto und dabei brach die Windschutzscheibe. "So was kann ich nicht verstehen", schüttelte der Citroën-Youngster mit dem Kopf. In der Vergangenheit kam es bereits mehrfach zu solchen Vorfällen, die Aufklärungsarbeit des Veranstalters scheint nicht überall Erfolg zu zeigen. "Dort scheinen offensichtlich Leute zu leben, die gegen die Rallye sind", erklärte Sebastien Loeb, dessen Auto 2008 an gleicher Stelle von einem Stein getroffen wurde. Auch der Stein, den Latvala traf, scheint gezielt auf die Strecke gerollt worden zu sein. Nach diesen Vorfällen entschieden die Organisatoren den zweiten Durchgang der Prüfung "Ortega" aus Sicherheitsgründen nicht durchzuführen.

  

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