Schweden - WP7

Weiterer Rückschlag für Loeb

Es lief heute alles andere als gut für Sebastien Loeb. Eine frühe Startposition und ein Reifenschaden warfen ihn weit zurück. Es führt weiterhin Mads Östberg.

<strong>RÜCKSTAND:</strong> Weltmeister Sebastien Loeb fährt dem Feld in Schweden hinterher

Dass es für ihn nicht optimal laufen würde, ahnte Sebastien Loeb bereits vor dem Start der ersten Etappe. Heftige Schneefälle überzogen die Rallye Schweden, für den Grip des Weltmeisters, der als erster Fahrer auf die Strecke musste, ein tödliches Schauspiel.

 

Loeb fand keinerlei Spuren anderer Fahrer vor, an den er sich orientieren konnte. Seine Spikereifen mussten sich tief in den Schnee wühlen um überhaupt etwas Halt zu finden. Entsprechend groß war der Zeitverlust am Morgen. Erst auf dem zweiten Durchgang der Prüfung normalisierte sich das Bild. Loeb konnte die Zeiten der Spitze wieder mitgehen. Doch dann kam zu allem Unglück auch noch Pech dazu. "Wir haben uns einen Reifenschaden eingefangen und mussten damit 15 Kilometer zurücklegen. Das passt irgendwie zur heutigen Etappe", fluchte Loeb im Ziel der siebten und letzten Tagesprüfung. Mit 2:48 Minuten liegt er deutlicher als befürchtet zurück.

 

Ganz vorne musste Mads Östberg plötzlich um seine Führung fürchten. Der Ford-Pilot hatte mit einer ganzen Reihen von Bestzeiten der Konkurrenz das Fürchten gelehrt und das Optimum aus seiner späten Startposition geholt. Wie viele andere vor ihm auch, leistete sich Östberg ebenfalls einen Patzer, der ihn beinahe Platz 1 gekostet hätte. "Auf der letzten Prüfung habe ich echt Glück gehabt", schnaufte der Blondschopf im Ziel tief durch. "Auf der Prüfung war ein tiefes Loch, dass ich voll erwischte. Mein Lampenbaum riss ab und gab kein Licht mehr. Es war ein Alprtaum. Ausgerechnet das Teil, was mir die Sicht verbessern sollte, baumelte nun umher und behinderte mich." Mit wenig Licht konnte Östberg die Prüfung dennoch beenden und bleibt mit einem Vorsprung von 14.8 Sekunden weiter vorn. "Morgen wird es hart für mich als erster Fahrer auf die Strecke zu müssen. Alles was ich machen kann ist Maximum Attack!", gab Östberg die Devise für Tag 2 aus.

 


ACTION-HELD: Ken Block mag Schweden und holte
sich die Colins-Crest-Trophäe

 

In Lauerstellung befindet sich Vorjahressieger Mikko Hirvonen. Als Zweiter beendete der Ford-Werkspilot die heutige Etappe. "Für uns war es ein guter Start. Jetzt müssen wir abwarten, wie sich die Rallye weiterentwickelt", erklärte der Finne, der 42.6 Sekunden vor dem drittplatzierten Petter Solberg liegt. Der Norweger ist zwar bester Citroën-Pilot, klagte aber über erneute Probleme mit einer beschlagenen Frontscheibe. "Dasselbe Problem hatte ich heute Morgen schon. So kann ich nicht voll angreifen", schimpfte Solberg. Hinter ihm belegt Jari-Matti Latvala mit nur 12.6 Sekunden Rückstand Rang vier.

 

Henning Solberg fing sich nach einem Frühstart auf der sechsten Prüfung zehn Strafsekunden ein und hatte alle Hände voll zu tun, den am Nachmittag wieder erstarkten Sebastien hinter sich zu halten. "Auch bei mir beschlug die Windschutzscheibe. Das hat uns Zeit gekostet", klagte Solberg der Ältere.

 

Weil es am Nachmittag weniger Schnee gab, konnten die S2000-Piloten ihre Leistungen vom Vormittag nicht noch einmal wiederholen. Die beiden Skoda-Piloten Patrik Sandell und Eyvind Brynildsen behaupten sich dennoch auf Rang sieben und acht der Gesamtwertung.  Kimi Räikkönen (Citroën)  verlor am Morgen durch einen Dreher viel Zeit und fing sich auf der vorletzten Prüfung ebenfalls einen Reifenschaden ein. Mit 4:13 Minuten Rückstand ist er am Abend nur Elfter und liegt knapp vor PG Andersson, der seine Chance auf den Heimsieg durch eine Seitwärtsrolle schon zu Beginn der Etappe im tiefen Schnee vergraben hatte.

 

Ken Block erfreute sich heute nicht nur an den driftfreundlichen Verhältnissen in Schweden. Der US-Boy setzte an der berühmten Kuppe "Colins Crest" mit 37 Metern den Rekord und gewann die eigens dafür vergebene Trophäe zu Ehren der schottischen Rallyelegende Colin McRae.
 

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LINK: Die Ergebnisse der Rallye Schweden ...

 

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