Rallye Neuseeland

Weiter Unklarheit bei Stohl

Die FIA hat ihn bereits als Starter in Neuseeland verkündet, aber Manfred Stohl hat seinen Einsatz beim kommenden WM-Lauf immer noch nicht offiziell bestätigt. Der Österreicher hofft weiterhin, einen zahlungskräftigen Fahrer für seinen Fiesta WRC zu finden.

<strong>WEITERHIN UNKLAR:</strong> Noch steht nicht endgültig fest, ob Manfred Stohl in Neuseeland tatsächlich startet

Das Rallye-Märchen am anderen Ende der Welt liegt von Europa aus gesehen 20.000 Kilometer und 24 Flugstunden entfernt. Aber die Fahrer nehmen die Reisestrapazen und den vom zehnstündigen Zeitunterschied verursachten "Jet Lag" gerne in Kauf: Die ebenso geschwungenen wie schnellen Schotterpisten gelten als die schönsten Wertungsprüfungen überhaupt. Kein Zweifel, die Rallye Neuseeland ist für jeden Fahrer ein absolutes Highlight der Saison.

 

Doch die Reisekosten verteuern den Einsatz erheblich. Daher müssen viele Fahrer auf die Rallye Neuseeland verzichten und gönnen sich budgetbedingt eine vorgezogene Sommerpause. Lediglich 44 Teilnehmer wollen an den Start gehen, an der Spitze tummeln sich 14 World Rally Cars. Auch Manfred Stohl steht zusammen mit Co Tina-Maria Monego im Ford Fiesta WRC des Brasil World Rally Team in der Nennliste.

 

"Das Team ist in die WM eingeschrieben und Daniel Oliveira wird nicht fahren, also habe ich selbst genannt", sagte Stohl, der allerdings seinen Einsatz in Neuseeland noch immer nicht bestätigen wollte. Er sucht stattdessen potenzielle Fahrer, die sich die Reise an das andere Ende der Welt leisten können und den Fiesta WRC anmieten. "Es gibt immer noch Verhandlungen", bestätigte Stohl, der im Falle des Falles nicht von seinem WM-Comeback sprechen möchte. "Es würde sicher nur eine einmalige Angelegenheit bleiben."

 

Vor fünf Jahren bestritt Stohl seinen letzten WM-Lauf und wurde im Citroën Xsara des Kronos-Team Achter der Wales Rally GB. Entsprechend realistisch sieht er seine Chancen in Neuseeland. "Ich bin mit dem Auto noch nicht gefahren und die anderen Fahrer werden sehr konkurrenzfähig sein. Es wird sicher nicht leicht werden, aber Neuseeland gehört zu meinen absoluten Lieblingsrallyes."

 

Prodrive schickt nur einen Mini

 

Unterdessen haben sich auch die Hoffnungen auf einen zweiten Prodrive-Mini zerschlagen. Lediglich Dani Sordo wird in Neuseeland mit einem John Cooper Works WRC antreten. "Dieses Fahrzeug wird dasselbe sein wie bei der Rallye Portugal. Wir werden allerdings ein paar Verbesserungen am Auto vornehmen", erklärte Prodrive-Teammanager Richard Taylor, der bedauerte, dass die Verhandlungen in Bezug auf den Einsatz eines zweiten Minis scheiterten. "Es ist enttäuschend, aber ein zweites Auto muss sich auch wirtschaftlich rechnen."

 

LINK:Die Nennliste der Rallye Neuseeland 2012 ...

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