Rallye Mexiko - nach WP18

Weg für Ogier versperrt!

In Mexiko geschehen doch noch unvorhergesehene Dinge. Sébastien Ogier wird zu einem unfreiwilligen Zwischenstopp gezwungen, Mikko Hirvonen legt 25 Kilometer mit einem Plattfuß zurück und bleibt nur knapp vor Thierry Neuville.

Sébastien Ogier - Service Park - Rallye Mexiko 2013
<STRONG>NICHTS PASSIERT: </STRONG> Ogier steht plötzlich vor verschlossener Türe, aber auch Hirvonen verliert Zeit

Unfassbar: Zuschauer zwingen Sébastien Ogier wenige Kilometer vor Schluss der WP „Otates“ dazu, anzuhalten. „Jemand hat ein Gatter geschlossen. Nein, ich mache keine Witze, der Weg war versperrt. Wir mussten anhalten, Julien ist ausgestiegen und hat das Tor wieder geöffnet, es gab keinen anderen Weg.“ Nach dem Steinwerfern im letzten Jahr sind Mexiko die Witzbolde definitiv nicht ausgegangen. Trotz etwa 30 Sekunden Zeitverlust geht der Polo mit mittlerweile knapp drei Minuten in den letzten Tag, denn auch bei Hirvonen lief es nicht wie geplant.


Mikko Hirvonen rettete sich ins Ziel, ließ durch einen frühen Reifenschaden aber fast zwei Minuten liegen. „Keine Ahnung, was passiert ist. Es gab keine Berührung, nichts.“ Der Vorsprung des Finnen auf Thierry Neuville schmolz auf 7,2 Sekunden. „Das ändert aber nicht viel“, meinte Neuville. „Der Tag morgen hat es in sich, da kann er locker wieder Zeit gutmachen.“ Auch Neuville kam nicht ohne Probleme durch den Nachmittag und musste auf Straßenmodus schalten, weil die Kühlwasser-Temperatur stark angestiegen war. Die Ursache - ein loses Ventilatorkabel - war aber schnell gefunden. 


Nasser Al-Attiyah musste einen heißen Moment überstehen, war mit seiner Rallye bisher insgesamt zufrieden. „Wir tun unser Bestes. Und morgen ist schließlich auch noch ein Tag.“ Al-Attiyah belegt hinter Dani Sordo den fünften Platz. „Ich bin immer noch nicht ganz glücklich, aber zumindest glücklicher als heute Morgen. Es fühlt sich besser an, und jetzt habe ich auch Grip auf der Hinterachse.“ Dani Sordo fuhr die drittschnellste Zeit. Seinen ersten WP-Sieg holte sich Kilometerfresser Jari-Matti Latvala. Der Finne setzte das Testprogramm fort und fand nicht nur Ansätze, um den Polo, sondern auch sich selbst schneller zu machen. „Auf dem Gas ist alles in Ordnung, das Bremsen kann man noch verbessern. Ich arbeite dran.“


Auch Chris Atkinson war schnell unterwegs. Der Australier setzte die Aufholjagd im Citroën DS3 fort und schnappte sich Rang sieben von Benito Guerra. Im wahrsten Sinne des Wortes schnappte er auch Michal Kosciuszko, den er trotz drei Minuten-Abstand auf der Strecke überholte. Der Mini-Pilot hatte Antriebsprobleme und machte Platz. In der Wertung zog Evgeny Novikov an Kosciuszko vorbei. Damit liegt der Russe von M-Sport wieder in den Top-10.


WRC2-Starter Armin Kremer war wegen eines Aufhängungsschadens ausgeschieden. „Es gab keine Chance, weiterzufahren. Er hat noch nicht einmal etwas berührt, es war kein Fehler. Wir werden den Schaden beheben und morgen sollte es weitergehen“, wie Teamchef Manfred Stohl erklärte. „Es ist Armins erste Rallye Mexiko, und er lag auf Rang zwei der Produktionswagen und auf dem Podium in der WRC2. Aber das Glück war einfach nicht auf unserer Seite.“ Spitzenreiter der WRC2 bleibt Abdulaziz Al-Kuwari.


UPDATE: Sébastien Ogier gewann auch die beiden Abschlussprüfungen und hat mittlerweile 13 Bestzeiten auf dem Konto. 


Zum Start in die letzte Etappe muss das WM-Feld ab 15:58 Uhr MEZ die 54,85 Kilometer der berühmt-berüchtigten WP Guanajuatito bewältigen, danach stehen 21,14 Kilometer Power Stage „Derramadero“ und zum Abschluss die letzte kurze Zuschauerprüfung in Leon an.


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