Hybrid-Antrieb

Volkswagen-Sportchef empfiehlt WRC einen Kurswechsel

Nach FIA-Präsident Jean Todt hat nun auch Volkswagen-Sportchef Sven Smeets empfohlen, schnellstmöglich über die Einführung von Hybrid-Antrieben in World Rally Cars nachzudenken.

Ab 2020 wird es wieder ein neues Reglement für den Bau von World Rally Cars geben. Weil die aktuellen Autos auf allen Seiten für Begeisterung sorgen, sind tiefgreifende Änderungen nicht zu erwarten. Allerdings mahnte FIA-Präsident Jean Todt bereits im Frühjahr an, dass man sich auch in der Rallye-Weltmeisterschaft nicht mehr lange dem Thema Hybrid verschließen sollte. Die Hersteller nahmen die Ansage aufmerksam zur Kenntnis, wollen aber erst im übernächsten Zyklus, der mit der Saison 2023 beginnt, auf das Thema eingehen.

Aus Sicht von Volkswagen-Sportchef Sven Smeets ein zu langer Zeitrahmen, denn man sollte bereits jetzt einen Zeitplan bekanntgeben, auch um neue Hersteller anzulocken. „Es ist aktuell schwierig zu sagen, wie man einen Elektroantrieb in ein WRC bringt, aber etwas muss passieren“, sagte Smeets gegenüber Autosport. Der Belgier schlägt vor, den Zeitraum zwischen der Einführung neuer technischer Reglements zu verkürzen. „Vielleicht wären zwei Jahren die Antwort?“

Smeets, der trotz der Ausstiegs von Volkswagens weiterhin ein großer Fan der Rallye-Weltmeisterschaft ist, lobt den aktuellen Zustand der Serie, mahnt aber an, dass sich die Verantwortlichen nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. „Wenn es gut läuft, dann will man nichts verändern. Aber die große Frage ist, wie viele neue Hersteller wollen dabei sein? Ich glaube nicht so viele. In einer guten Position zu sein, kann also auch eine gefährliche Position sein“, meinte Smeets. 

Volkswagen startet im kommenden Jahr eine große Elektro-Offensive, die man mit dem Auftritt am Pikes Peak einläutete. Der Hersteller will sich auch in der neuen elektrischen Rallycross-WM betätigen, die ab 2020 die aktuelle Serie ablöst.

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