Rallye Australien – WP25

Und plötzlich führt Sordo…

Die letzten beiden Prüfungen der zweiten Etappe sorgten doch noch für einen Führungswechsel. Dani Sordo ist neuer Spitzenreiter der Rallye Australien.

<strong>PLÖTZLICH VORN:</strong> Hauchdünn führt Dani Sordo die Rallye Australien an

Die Zuschauerprüfung „Tweed“ durch die Straßen von Murwillumbah ist nicht der Fall von Mikko Hirvonen. Schon das ganze Wochenende verliert der Finne dort wertvolle Sekunden gegenüber seinen schärfsten Konkurrenten, ein Schauspiel, das sich auch am Ende der zweiten Etappe wiederholte. Hirvonen rutschte auf Rang drei ab und verlor seine Führung an Dani Sordo im Citroen C4.

 

Vielleicht lag Hirvonen diesmal auch der Ärger über die verpatzte Taktik seines Teams schwer im Magen. Erneut ließ man sich von Citroen und Sebastien Loeb foppen, denn die Franzosen fuhren über die drittletzte Tageprüfung mit angezogener Handbremse, um auf Platz drei zurück zu fallen. Damit erarbeitete man sich die bessere Startposition für die morgige Schlussetappe und überließ zwischenzeitlich die Führung Hirvonen, der nun als erster Fahrer auf die Strecke muss. Auf den anschließenden Zuschauerprüfungen schob sich Loeb wieder an Hirvonen heran und liegt nun zeitgleich mit dem Finnen auf Rang zwei.

 

„Einfach unglaublich wie eng das ist. Ich wollte morgen nicht als erster Fahrer auf die Strecke, konnte es aber nicht verhindern. Sollte es trocken bleiben, wird es schwer um den Sieg zu kämpfen. Sollte es aber nass werden, könnte alles perfekt laufen“, hofft Hirvonen, der froh ist, überhaupt noch im Rennen zu sein. „Auf der zweiten Prüfung heute Morgen bin ich in einer mittelschnellen Links von der Strecke gerutscht und in Büschen gelandet. Wir wurden auf die Straße zurückgeschleudert, ohne viel Speed zu verlieren. Wäre dort ein Baumstamm oder Stein gewesen, hätten wir uns mit Sicherheit überschlagen.“

 

Schnellster Fahrer am Abend war erneut Citroen-Youngster Sebastien Ogier, der den Rückstand auf den viertplatzierten Jari-Matti Latvala auf 1.8 Sekunden verkürzen konnte. Knapp geht es auch zwischen Henning Solberg und Matthew Wilson zu. Im Kampf um Platz sechs trennen die beiden Stobart-Piloten nur 0.8 Sekunden. Solberg hatte am Morgen Zeit verloren, als er auf regennasser Strecke in einen Graben rauschte und sich dabei den Finger brach. Fredderico Villagra bleibt nach dem Ausfall von Conrad Rautenbach ungefährdeter Achter.

 

In der PWRC kann Martin Prokop die Führung zurückerobern, nachdem Lokalmatador Richard Mason am Morgen über einen Leistungsverlust seines Autos klagte. Schnellster Fahrer in der Gruppe-N ist allerdings Mitsubishi-Pilot Hayden Paddon.

 

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