Rallye News

Timo Rautianien leicht sauer

Marcus Grönholm und Timo Rautianien sorgten für den wohl kuriosesten Zwischenfall der Rallye Türkei. Doch die Sache hätte auch anders ausgehen können...

<strong>Familienbande:</strong> Rautianen liest seinem Schwager Grönholm vor

Auf der elften Prüfung der Rallye Türkei musste Peugeot-Pilot Marcus Grönholm auf einmal stoppen, nachdem sein Beifahrer Timo Rautianien laut aufgeschrieen hatte. Was war passiert? Ein spitzer Gegenstand hatte sich durch das Bodenblech in den Sitz des Co-Piloten gebohrt und diesen getroffen. Glücklicherweise trug dieser nur eine leichte Prellung davon und das Peugeot-Duo konnte die Fahrt fortsetzen.

 

"Es ist nicht gerade lustig, wenn man wegen seinem Hintern berühmt wird", erklärt Rautianien rückblickend. "Jetzt können wir darüber lachen, aber in jenem Moment war es eine sehr ernste Situation. Marcus musste stoppen, weil er nicht wusste was los war. Das Teil steckte in meinem Sitz. Hier müssen die Organisatoren und die Leute, welche die Strecken präparieren, besser aufpassen."

 

Als Ursache konnte wenig später eine Eisenstange ausgemacht werden, welche der Veranstalter für die Befestigung der Streckenabsicherung benutzt hatte, aber fatalerweise auf der Strecke gelandet war. "Die Türkei ist das einzige Land in der gesamten Meisterschaft, die so etwas noch macht. Ich kann nur empfehlen, dies nie wieder zu tun", schickt Rautianien eine klare Botschaft in Richtung Organisationsteam.

 

Dafür, dass er trotz der großen Schmerzen, die Zähne zusammen gebissen hat und weiter seinen Job machte, erhielt der Finne im Ziel den begehrten Preis 'Inmarsat Star of the Rally' - "Timo hat bei dieser Rallye echtes Engagement bewiesen", erklärte Jury-Mitglied Nicky Grist. "Bei einer der härtesten Rallyes des Jahres, unter extrem stressigen Arbeitsbedingungen hat er extreme Schmerzen ausgehalten und ist weiter gefahren."

« zurück