WM 2014

Tidemand: Junior-Titel und was nun?

Der Schwede Pontus Tidemand krönte sich mit einem Sieg in Frankreich zum neuen Junior-Weltmeister. Jetzt geht es darum, den Hauptgewinn im kommenden Jahr möglichst optimal einzusetzen.

<strong>AUFSTIEG:</strong> Pontus Tidemand wird im kommenden Jahr an sechs WM-Läufen mit einem R5-Auto teilnehmen

In Frankreich machte Pontus Tidemand vorzeitig alles klar. Mit dem dritten Saisonsieg sicherte sich der 22-jährige den Titel in der diesjährigen Junior-WM. „Wir haben uns enorm weiterentwickelt. Um in dieser Klasse zu gewinnen reicht es nicht, der Schnellste zu sein. Du musst auch über das Auto, die Strategie und die Punkte nachdenken. Jede Etappe ist wie eine Power Stage für uns, weil wir für jede Wertungsprüfung Punkte bekommen. Wir haben gelernt, wie man eine Weltmeisterschaft fährt“, zog Tidemand ein Saisonfazit.

 

Seine Schnelligkeit konnte der junge Schwede aber nicht nur im Fiesta R2 unter Beweis stellen. Im Februar sorgte er bei seinem WM-Spiel im World Rally Car für eine Überraschung und mischte munter in der WM-Spitze mit. Ein Motorschaden zwang ihn zur vorzeitigen Aufgabe, doch Tidemand hatte vor allem mit einigen Top-5-Zeiten im Gesamtklassement Eindruck hinterlassen. „Pontus hat mich überrascht. Er hat das richtig gut gemacht“, sagte M-Sport-Boss Malcolm Wilson.

 

Durch den Sieg in der Junior-WM bekommt Tidemand im kommenden Jahr sechs WM-Einsätze in einem R5-Fahrzeug spendiert. Diese Chance will er nutzen, um auch in der WRC2 für Furore zu sorgen und sich für den Aufstieg in die Topliga zu empfehlen.

 

„Ich bin froh, dass unser Plan aufgegangen ist. Jeder kann sich vorstellen, dass man lieber früher als später in einem leistungsstarken Allradler sitzen will“, sagte Tidemand und erklärt: „Noch wissen wir nicht, wie unser Programm aussieht, also ob wir schon in Monte Carlo starten werden oder nicht. Das hängt vom Gesamtkonzept ab. Da wir als Junior-Weltmeister mit Hankook-Reifen fahren werden, sollten wir auch dazu auch wissen, was unsere Partner wollen und wo diese Reifen besser funktionieren, oder vielleicht nicht ganz so gut sind. Mein Co Ola (Floene) kennt die Monte durch seine Einsätze mit Andreas Mikkelsen sehr gut und weiß worauf es dort ankommt. Und in Schweden will ich auf jeden Fall wieder in einem Allradler am Start sein. Aber wie gesagt, noch ist alles frisch und wir müssen abwarten. Womöglich beginne ich meine WRC2-Saison auch erst mit den Schotterrallyes und fahre zuvor nur um zu lernen. Wir werden sehen. Jetzt freue ich mich erst einmal über den Erfolg.“

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