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Stohl will Erfahrungen sammeln

Nach seiner Lebensmittelvergiftung setzt sich OMV-Pilot Manfred Stohl neue Ziele für seinen dritten WM-Auftritt im Citroen Xsara WRC.

<strong>Muss umdenken:</strong> Manfred Stohl mit neuen Zielen auf Sardinien

Eigentlich wollte er bereits vorzeitig abreisen. Eine Salmonellenvergiftung zwang Manfred Stohl zum Abbruch des Trainings für die Rallye Sardinien und machte einen Start beim dritten WM-Lauf fast unmöglich. Doch der Österreicher entschied sich doch für die Teilnahme, muss aber seine Ziele neu definieren.

 

"Ich fühle mich schon ganz gut. Daher möchte ich die Chance nutzen, diese Rally zu fahren. Auch wenn ich nicht voll fighten werde können, so sind es doch 360 wichtige Rennkilometer. Ich muss es einfach versuchen", so der Österreicher. Dazu kam noch ein kleines Quäntchen Glück, als im dritten Umlauf des Shakedowns die Hydraulik des Xsara den Geist aufgab. "Zum Glück ist das im Shakedown passiert. Wenn das nach fünf Kilometer auf der ersten Sonderprüfung geschieht, kannst du gleich aufhören."

 

Weit weniger glücklich ist der OMV Pilot, was die Rally Sardinia betrifft. Stohl: ?Dieser Lauf ist mit keiner anderen Rally vergleichbar. Sie ist extrem hart und überall kannst du auf einen Stein treffen. Schon allein für die Zufahrt zu einem Sonderprüfungsstart bräuchtest du einen Panzer." Das dokumentiert sich auch in der Ergebnisliste des Vorjahres, wo zwischen dem ersten und achten Team eine Zeitdifferenz von 28 Minuten lag.

 

Sichtlich glücklich zeigte sich Juuso Pykälistö nach seinem ersten Einsatz im OMV World Rally Team. Wie Stohl ?testete" er drei Mal den Shakedown, bevor er zufrieden feststellte: ?Der Xsara von Kronos ist ein ganz ausgezeichnetes Privatauto." Dennoch sieht er Unterschiede zum Citroen Werksboliden, den er im vergangenen Jahr öfters testete.

 

Pykälistö: ?Natürlich ist das Werksauto allein durch seine verbesserte Technik ein wenig besser. Ich bin auch überzeugt, dass du mit den Privatautos in Sardinien nicht volles Tempo gehen kannst. Die Werkswagen sind da sicher stabiler. Es erfordert hier viel Feingefühl, damit du eine gute Platzierung erzielst."

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