Sieg für Loeb

Stallorder hält Hirvonen im Rennen

Mikko Hirvonen kam mit einem blauen Auge davon. Nach einer Stallorder zu Gunsten des Finnen, erreicht dieser als Zweiter das Ziel der Rallye Korsika.

<strong>ZWEITER:</strong> Dank einer Stallorder hält Mikko Hirvonen das Titelrennen offen

Erneut war es ein Reifenschaden am letzten Tag, der Mikko Hirvonen weit zurückwarf. Erneut war es eine Stallorder, die ihn wieder nach vorne brachte. Im Gegensatz zur Formel-1 sind die ungeliebten Eingriffe in den sportlichen Ablauf nicht verboten und alle Teams machen Gebrauch davon. Diesmal musste Ford-Teamchef Malcolm Wilson jedoch gleich zwei Fahrer einbremsen.

 

Francois Duval, als sicherer Zweitplatzierter in die letzte Prüfung gestartet, stempelte absichtlich zu früh und fing sich zwei Strafminuten ein. Stobart-Pilot Jari-Matti Latvala erschien neun Minuten zu spät an der Zeitkontrolle und bekam dafür 90 Strafsekunden aufgebrummt. Der Weg zurück auf Platz zwei war damit für Mikko Hirvonen frei. Mit nur 6.9 Sekunden Vorsprung beendete der Finne die Rallye Korsika, vor Francois Duval, der sich erneut als Teamplayer präsentierte und zurücksteckte. Latvala musste sich trotz einer starken Leistung auf dem ungeliebten Asphalt mit Rang vier begnügen. „Ford hat noch eine Chance den Herstellertitel zu gewinnen. Aber natürlich bin ich jetzt enttäuscht“, so Latvala.

 

Hirvonen hatte noch vor dem Start der letzten Prüfung darum gebeten, auf eine Stallorder zu verzichten. „Ich habe die Meisterschaft durch Reifenschäden verloren. Ich hatte einen in Deutschland, einen entscheidenden in Neuseeland, der mir den Sieg kostete und jetzt hier. Ich hätte diesen vermeiden können, denn es war mein Fehler, als ich über das Loch in Straße fuhr“, gab der Finne zu.

 

Auch wenn Hirvonen Dank der kräftigen Unterstützung durch die Ford-Teamleitung seine eigenen Titelchancen weiter am Leben erhält, sind diese jedoch auf Minimum zusammen geschrumpft. Eine Woche nach seinem Erfolg in Spanien beendete Sebastien Loeb das Korsika-Wochenende erneut als Sieger und baut seinen Vorsprung in der Gesamtwertung – zwei Runden vor Schluss – auf 14 Zähler aus. „Es war eine großartige Rallye für mich und das Team“, freute sich Loeb. „Auf Korsika zu gewinnen ist immer ein besonderer Moment.“

 

Für Petter Solberg wurde es auf der letzten Prüfung noch einmal eng. Erneut fing sich der Norweger einen Reifenschaden ein und büßte viel Zeit ein. Mit 35 Sekunden Vorsprung rettete er seinen fünften Rang vor Teamkollegen Chris Atkinson ins Ziel. Siebter wurde Citroen-Privatier Urmo Aava, dahinter sichert sich Matthew Wilson den letzten Punkterang.

 

Die Ergebnisse der Rallye Korsika...

Die Bilder der Rallye Korsika...

 

« zurück