WRC-Ausstieg

Sebastien Ogier über Citroën-Aussagen: „Respektlos“

Die Art und Weise wie Citroën den vorzeitigen Ausstieg aus der Rallye-Weltmeisterschaft bekanntgab, stieß vielen sauer auf. Vor allem der Hauptperson: Sebastien Ogier.

Weil nicht genügend Top-Fahrer für 2020 verfügbar seien, zog Citroën vorzeitig den Stecker. So die verkürzte Fassung der heutigen Meldung, die man nach dem Weggang von Sebastien Ogier verschickte „Das halte ich für eine Respektlosigkeit meinen Fahrer-Kollegen gegenüber“, urteilte der Franzose. „Kommunikation war vielleicht noch nie die Stärke von Citroën.“

Ogier, der in der kommenden Woche als neuer Toyota-Pilot verkündet werden soll, hatte in diesem Jahr vergeblich versucht, aus dem C3 WRC ein Auto zu machen, das unter allen Bedingungen siegfähig ist. „Das Entwicklungstempo war einfach nicht genug“, erklärte Ogier.

Seine Entscheidung, es noch einmal mit Citroën zu versuchen, bedauert der Ex-Weltmeister nicht. „Mir war durchaus bewusst, wie schwer es werden würde. Aber ich habe mich nicht davor gescheut. Deshalb bereue ich meine Entscheidung auch nicht, selbst wenn wir es nicht geschafft haben“, sagte der Franzose.

Lappi zu M-Sport?

Wie kurzfristig sich Citroën zum heutigen Schritt entschieden hatte, musste auch Esapekka Lappi erfahren. „Mir wurde etwa zwei Stunden vor der Veröffentlichung Bescheid gegeben“, so der Finne, der im Gegensatz zu Ogier noch kein neues Cockpit sicher hat. „Im Prinzip gibt es nur noch ein Auto, für das sich nun sechs Fahrer bewerben“, sagte Lappi und spielte auf das zweite Ex-Evans-Auto bei M-Sport an, um das sich nicht nur er, sondern offensichtlich auch Jari-Matti Latvala, Kris Meeke, Hayden Paddon, Craig Breen und Andreas Mikkelsen bemühen.

„Wenn ich es nicht bekomme, wird es auch nicht so schlimm sein, denn dann habe ich mehr Zeit für die Familie und die Kinder. Das ist keine so schlechte Option. Aber natürlich würde ich lieber in der Weltmeisterschaft bleiben“, meinte Lappi abschließend.

Ogier soll zusammen mit Elfyn Evans und Kalle Rovanperä das neue Toyota-Dreigestirn bilden und die Lücke von Ott Tänak auffüllen, die durch dessen Wechsel zu Hyundai entstanden war.

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