"Quantiät vor Qualität"

Sainz übt Kritik an FIA

Der Versuch die Rallye-Weltmeisterschaft der Formel-1 anzugleichen ist aus Sicht von Carlos Sainz kläglich gescheitert.

<strong>KRITIK:</strong> Carlos Sainz vermisst die gute alte Zeit in der WM

Immer mehr Läufe sollte es geben. Ähnlich wie in der Formel-1 wurde der WM-Kalender soweit aufgeblasen, bis die Beteiligten an die Grenze des Zumutbaren gelangten. Die FIA-Pläne drohten am Ausstieg der Hersteller und Teams zu platzen, der Weltverband zog in letzter Minute die Notbremse um die Weltmeisterschaft nicht weiter zu gefährden und kündigte die schrittweise Reduzierung auf zwölf Läufe pro Jahr an.

 

"Der Knick kam, als die FIA damit begann, die Weltmeisterschaft der Formel ähnlicher zu machen. Man setzte Quantität vor Qualität", blickt Carlos Sainz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Efe auf die Entwicklung zurück. "Früher war eine Rallye ein Event, das ein ganzes Land in den Bann zog. Heute ist es nur noch ein kleines Rennen mit 40 Autos und wenig Ausstrahlung."

 

Auch sportlich habe die aktuelle Meisterschaft nur wenig Reiz. "Ich vermisse verschiedene Sieger", so Sainz weiter. "Mit dem Rücktritt von Marcus Grönholm scheint es noch einfacher für Loeb zu sein. Aber man darf ihn dafür nicht an den Pranger stellen, denn es ist nicht sein Fehler. Er ist einer der besten Champions in der Geschichte. Früher hat es jedoch Jahre mit sieben Titelanwärtern gegeben, mit vier oder fünf Herstellern. Das gibt es heute nicht mehr und das ist schade für die Weltmeisterschaft."

 

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