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Regis will nur noch 12 Läufe

Jacques Regis, Chef der Rallye-Kommission, hat klar gemacht, dass der WM-Kalender von 16 auf 12 Läufe reduziert werden muss, will man Hersteller nicht verlieren.

<strong>Begeisterung:</strong> Immer mehr Länder wollen einen WM-Lauf haben

"Für mich wäre die Zahl zwölf akzeptabel, vielleicht auch 14. Aber 16 ist einfach zu viel. Wenn man einen Hersteller fragt, dann wollen sie am liebsten zwölf Rallyes haben", so Regis. "Wir müssen die Meisterschaft wieder kompakter machen. 16 Läufe innerhalb von elf Monaten ist unakzeptabel."

 

Regis unterschied dabei klar zwischen 'richtigen' Herstellern mit eigenem Rallye-Team und Firmen, wie z.Bsp. M-Sport und Prodrive, die für Ford und Subaru arbeiten. Die unabhängigen Teams würden mehr Rallyes bevorzugen um ihren Verdienst zu verbessern. Der Franzose erklärte weiterhin, dass er keinen Grund sehe, warum die Weltmeisterschaft noch mehr Läufe bekommen sollte. Gegenüber den Plänen, zukünftig in den Zeitraum Oktober bis März auszuweichen, zeigte er sich aufgeschlossen.

 

Die Ansichten von Regis stehen allerdings im Widerspruch zu denen von FIA-Boss Max Mosley und Chefvermarkter David Richards. Beide hatten die Expansion der WM in den letzten Jahren vorangetrieben und dafür gesorgt, dass der Kalender in der vergangenen Saison erstmals auf 16 Läufe anwuchs.

 

"Die Meisterschaft würde über Nacht an Wert verlieren, sollte man die Läufe verringern. Es steht doch außer Frage, dass man mit zwölf Läufen weniger Publicity hat, als mit 16. Die Hersteller schauen auch darauf", so Richards, der vorrechnet, dass 30% des Budgets auf die Einsätze bei den Rallyes entfallen. "Man würde 25% der Medienresonanz verlieren, aber nur 5% bei den Kosten."

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