Rallye Monte Carlo

R-GT-Premiere: Porsche is back!

Zum ersten Mal seit 1986 nimmt wieder ein Porsche im Wettbewerb an einem WM-Lauf teil. Der belgische Routinier Marc Duez sorgt bei der Monte 2014 für das Comeback der Zuffenhausener. Wir haben den Shakedown des Hecktrieblers in Belgien exklusiv besucht.

<strong>NEU:</strong> Erstmals startet ein Porsche 911 als R-GT-Fahrzeug bei einem WM-Lauf

Der Blick auf die Nennliste der Rallye Monte Carlo sorgte in der Szene für viele staunende Blicke. Während große Überraschungen im Feld der World Rally Cars ausblieben, sorgte die Startnummer 50 für einige Fragezeichen: Marc Duez/Steve Vyncke auf Porsche Cayman stand dort zunächst geschrieben.

 

Einen Cayman wird der belgische Asphaltspezialist zwar nicht pilotieren, dafür können sich die Zuschauer in den Seealpen auf einen anderen Porsche freuen – einen 911 GT3 der 996er-Baureihe. In den Meisterschaften von Belgien, Deutschland und anderen Ländern sind die 996er schon seit Jahren bekannt, jetzt schafft der GT-Sportwagen auch den Sprung auf die WM-Bühne und sorgt dafür, dass die bis dato verwaiste RGT-Klasse ihre erste Nennung aufweist.

 

Wie gut sich der Hecktriebler bei seinem Weltmeisterschaftsdebüt schlägt, wird sicher sehr stark vom Wetter abhängen und davon, wie viele der 380 Pferde im Heck des Porsche in Vortrieb umgewandelt werden können. Trotz der geringeren Erfolgsaussichten hofft Duez auf eine „richtige“ Monte. „Wenn du keinen Schnee willst, kannst du auch eine Rallye Deutschland fahren“, erklärt der 56-Jährige in fast perfektem Deutsch. „Richtiger Schnee wäre super, nur bitte kein Glatteis. Das ist sehr gefährlich, weil du im Porsche kein Gefühl für die Geschwindigkeit hast.“

 

Eine Prognose über seinen Monte-Start möchte der Belgier auch unabhängig vom Wetter nicht abgeben. „Wir haben uns kein Ziel gesetzt. Wir wollen Spaß haben und ankommen.“ Gleichzeitig macht Duez aber auch Hoffnung auf mehr. „Wenn wir erfolgreich sind, dann kann es sein, dass wir noch weitere Läufe fahren. Zum Beispiel die Rallye Deutschland. Wenn wir Letzte werden, gehe ich in die Sahara und stecke meinen Kopf in den Sand.“

 

Wie gut sich der Porsche beim Comeback tatsächlich schlagen wird, warum der GT-Bolide nach fast einem Jahrzehnt doch in der Weltmeisterschaft starten darf und wie die deutsche Porsche-Fraktion zu möglichen WM-Einsätzen steht, lesen Sie in der nächsten Ausgabe von „rallye – Das Magazin“, die Anfang März erscheint.

 

GALERIE: Die Bilder vom 911-Shakedown ...

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