Rallye Portugal

Portugal-Tests: Riedemann rutscht ins Aus

Heftiger Regen hatte die lehmigen Böden in Portugal zu Schmierseife verwandelt. Beim heutigen WRC2- und WRC3-Test kam es deswegen gleich reihenweise zu Abflügen. Auch Christian Riedemann erwischte es.

<strong>FEHLSTART:</strong> Christian Riedemann und Co Lara Vannesste landen bei Testfahrten im Aus

Ostfriesennerz statt Sonnencreme. Vom Postkartenidyll mit blauen Himmel und viel Sonnenschein ist vorerst weit und breit keine Spur. An der Algarve – Austragungsort der Rallye Portugal – schüttet es im Moment wie aus Eimern. Wie schnell sich unter solchen Bedingungen die Schotterprüfung in eine Rutschbahn im wörtlichen Sinne verwandeln kann, mussten heute erneut die Teilnehmer des WRC2- und WRC3-Tests kennenlernen. Gleich reihenweise landeten die Fahrer an ihrem gemeinsamen Testtag neben der Strecke, mit mehr oder weniger Blechschäden. Auch Christian Riedemann gehörte zu den heutigen Pechvögeln. Der Citroën-Pilot beschädigte bei einem Ausrutscher die Front und Vorderradaufhängung seines DS3 R3T.

 

Trotz des verpatzten Auftakts hofft Riedemann auf satte Punktausbeute beim ersten Lauf der Junior-WM 2014. „Ich freue mich ganz besonders auf die Zusammenarbeit mit dem Team von MY Racing. Sie gehören zu den besten Teams und konnte im vergangenen Jahr die Meisterschaft für sich entscheiden“, sagte Riedemann, der sich im Feld von 14 Citroën DS3-Piloten behaupten will. „Auch wenn wir einige Wertungsprüfungen der Rallye bereits aus dem letzten Jahr kennen, wird es keine einfache Rallye werden. Durch den losen Schotter auf den Strecken, in dem sich im zweiten Durchgang teilweise tiefe Spuren bilden, kommen immer wieder spitze und feste Felsen zum Vorschein, somit besteht schnell die Gefahr, sich einen Platten einzufangen. Ein guter Aufschrieb ist hier besonders wichtig.“

 

Am Donnerstag soll sich das Wetter zwar bessern, doch zunächst gilt es für die Fahrer auf den nassen und schlammigen Strecken einen Aufschrieb zu erstellen. Für Freitag sagen die Meteorologen erneut Regenschauer voraus, das würde Sebastien Ogier in die Hände spielen, denn im Gegensatz zu trockenen Pisten hat der erste Starter im Matsch einen Vorteil gegenüber dem Rest, der sich dann durch immer tiefer werdende Wasserlachen quälen muss. 

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