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Peugeot: Burnsie im Abseits

Trotz seines zweiten Platzes in Neuseeland und der Führung in der Gesamtwertung steht Ex-Weltmeister Richard Burns bei Peugeot auf keinen sicheren Boden.

Richard Burns wartet immer noch auf seinen ersten Peugeot-Erfolg...

Eigentlich läuft alles bestens für Richard Burns. Nach vier Läufen der Saison 2003 führt der Brite die Gesamtwertung mit sechs Punkten Vorsprung sicher an. Dennoch bereiten sich langsam dunkle Wolken am roten Peugeot-Himmel aus. Denn auch beim vierten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft in Neuseeland, konnte Burns zu keiner Zeit die Pace seines Teamkollegen Marcus Grönholm mitgehen und das, obwohl dieser Lauf ausdrücklich zu den Lieblingsrallyes des Briten gehört. Nachdem er erneut von seinem Teamkollegen geschlagen wurde, zeigte sich der Brite fast schon resigniert: "Es geht im Moment nicht schneller."

 

Mit dieser Leistung gerät Burns erneut in das Kreufeuer der Kritik, denn auch nach dem 18. Einsatz für das französische Team kann der Engländer immer noch keinen Sieg auf der Haben-Seite vorweisen. Teamchef Corrado Provera warf ihm sogar mangelnden Einsatzwillen vor und zeigte sich mit der Leistung seines Fahrers nicht zufrieden. Der Italiener gerät in immer größere Bedrängnis das hohe Gehalt seines Schützlings, immerhin fünf Millionen pro Jahr, gegenüber dem Peugeot-Vorstand zu rechtfertigen.

 

Eine Verbesserung erhofft sich Burns und das Team durch den Wechsel des Renningenieurs. "Ich bin sicherlich nicht der einfachste Fahrer, aber im Rallyesport, wie auch im normalen Leben, muss man sich trennen, wenn man nicht denselben Weg gehen kann", versucht der Brite zu erklären. "Ich fühlte, dass wir ein Verständigungsproblem untereinander hatten und die Techniker nicht das umsetzten, was mir vorschwebte."

 

Sollte es zu einer Trennung kommen, dann könnte Burns, dessen Peugeot-Vertrag Ende 2003 ausläuft, bei Subaru den Wiedereinstieg schaffen. Teamchef David Lapworth erklärte bereits vor einigen Woche, dass man den Ex-Weltmeister gerne wieder unter Vertrag nehmen würde, sollte Tommi Mäkinen seine Karriere beenden wollen. "In dieser Sache ist noch nichts entschieden", erklärte Burns. "Aber ich muss bald eine Entscheidung treffen."

 

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