Rallye Australien – WP15

Ogier hetzt Latvala

Jari-Matti Latvala beendet die erste Etappe der Rallye Australien zwar als Spitzenreiter, doch Sebastien Ogier kann am Ende weiter aufschließen und liegt nur knapp zurück.

<strong>KNAPPER ZWEITER:</strong> Sebastien Ogier verpasst den Sprung an die Spitze

Jari-Matti Latvala und Sebastien Ogier waren in einer komfortablen Situation. Während sich die WM-Führenden als Straßenfeger auf den mit losem Schotter übersäten Prüfungen um Traktion mühten, nutzten die beiden ihre späte Startposition perfekt aus und gaben Vollgas. Latvala und Ogier setzten sich im Tagesverlauf deutlich vom restlichen Feld ab, doch beide trennen im Zwischenziel nur 2.2 Sekunden voneinander.

 

Ogier konnte vor allem am Abend auf den beiden letzten Zuschauerprüfungen Zeit gut machen. Diese Attacke  hatte er bereits am Nachmittag geplant. „Auf Schotter hätten wir schneller sein können, doch wir sind mit alten Reifen gestartet, um auf der Zuschauerprüfung im Vorteil zu sein“, so Ogier.

 

„Ich bin mit meiner heutigen Leistung sehr zufrieden“, freute sich Spitzenreiter Jari-Matti Latvala. „Ich wollte nicht taktisch fahren. Es ist wichtig, dass wir nun die Ersten auf der Strecke sind und Mikko morgen eine bessere Startposition hat.“ – Der finnische WM-Spitzenreiter geht morgen als Dritter auf die Strecke, obwohl er den Tag als Fünfter beendete. Für die Startreihenfolge der zweiten Etappe war der Zwischenstand vor den letzten beiden Zuschauerprüfungen ausschlaggebend. 

 

Titelkonkurrent Sebastien Loeb konnte sich zwar am Ende auf Rang drei verbessern, fand im Tagesverlauf kein Mittel, um sich von Hirvonen abzusetzen. „Ich habe mein Bestes gegeben, aber am Nachmittag waren wir einfach langsamer. Ich hatte keinerlei Grip, was am Setup des Autos liegen könnte. Wir hatten wegen der Zuschauerprüfung auch auf alte Reifen gesetzt, was uns auf den Prüfungen zuvor sicher Zeit gekostet hat“, erklärte Loeb, der nur 0.9 Sekunden Hirvonen liegt. Zwischen den beiden WM-Favoriten platziert sich Dani Sordo auf Rang vier.

 

Eine größere Lücke klafft zu den übrigen Fahrern. Henning Solberg behauptet sich mit 51.3 Sekunden Rückstand auf Rang sechs. Matthew Wilson ist ungefährdeter Siebter und Frederico Villagra kann sich im Kampf um den achten Platz deutlich mehr Luft auf Verfolger Conrad Rautenbach verschaffen.

 

In der PWRC übernahm der Neuseeländer Richard Mason die Führung, nachdem sich Topfavorit Armando Araujo den Auspuff beschädigte und Martin Prokop die Front seines Autos am selben Stein lädierte, der kurze Zeit später auch Bernardo Sousa zum Verhängnis wurde.

 

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