Portugal - WP10

Ogier geht in Führung

Zur Halbzeit der Rallye Portugal hat Sebastien Ogier die Führung in der Gesamtwertung zurückerobert. Jari-Matti Latvala kämpfte mit stumpfen Waffen.

<strong>VORN:</strong> Die Taktik von Sebastien Ogier zahlt sich aus

Gestern Nachmittag verzichtete Sebastien Ogier freiwillig auf die Führung und ließ sich aus taktischen Gründen auf Rang vier zurückfallen. Die Strategie zahlte sich aus, den 16.7-Sekunden-Rückstand verwandelte Ogier in eine 6.9-Sekunden-Führung. "Heute als erster Fahrer auf die Strecke zu müssen war ein Nachteil. Aber die Unterschiede fallen weiterhin nicht so stark wie üblich aus", erklärte Ogier. "Wir werden jetzt so weiter machen und versuchen Reifenschäden zu vermeiden."

 

Schon gestern waren Plattfüße ein großes Thema. Petter Solberg fing sich gleich vier Reifenschäden ein und verschwand in Nirwana der Zeitentabelle. Heute Mittag erwischte es Mikko Hirvonen. Der Finne musste auf der neunten Prüfung das Rad wechseln und kehrte kurz vor Sebastien Loeb auf die Strecke zurück. Der Franzose, auf dem besten Weg die Führung zu übernehmen, geriet in die Staubfahne Hirvonens und fing sich einen deftigen Zeitverlust ein. Mit 30.7 Sekunden ist Loeb nur Dritter. "Vielleicht muss Ogier morgen als Erster die Straße kehren. Wir werden weiter unser Bestes geben", glaubt Loeb dennoch an eine minimale Chance.

 

Auch Jari-Matti Latvala hat seine Hoffnungen auf den Sieg in Portugal nicht begraben. Sein Zeitverlust als erster Fahrer auf den heutigen Prüfungen fiel geringer als befürchtet aus. "Nur auf der zehnten Prüfung war es verdammt rutschig. Am Ende lagen rote Steinkügelchen auf der Strecke, fast schon wie in Australien", erklärte der Finne.

 

Nach dem Reifenpech kann Mikko Hirvonen als Vierter nur noch auf ein Problem der Vorderleute hoffen. 2:17.9 Minuten beträgt sein Rückstand auf Spitzenreiter Ogier. "Der Abstand ist groß, aber wenn ihnen etwas passiert, dann könnten wir zur Stelle sein. Ich werde versuchen meinen Speed zu erhöhen", kündigte der Ford-Pilot an.

 

Hinter Hirvonen belegen Matthew Wilson und Henning Solberg die weiteren Plätze. Mini-Überraschungsmann Armindo Araujo ist weiterhin Siebter, wird jedoch unter Druck von Kimi Räikkönen gesetzt, der nur noch 7.9 Sekunden zurückliegt. Der Finne selber muss sich ebenfalls strecken, denn Frederico Villagra bleibt mit nur 16.1 Sekunden Rückstand dicht an ihm dran.

 

Bei Petter Solberg entwickeln sich die Reifenschäden langsam zum Trauma. "Auf der letzten Prüfung hatte ich plötzlich das Gefühl erneut einen Platten zu haben. Ich bin sofort runter vom Gas", erklärte er. "Ich habe keine Idee, warum ich so viele Reifenschäden habe. Ich habe mittlerweile richtig Angst davor und fahre richtig vorsichtig. Keine Ahnung, was ich noch tun kann." Mit 11:21.6 Minuten Rückstand liegt Solberg auf einem enttäuschenden 13. Platz.

 

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