Sardinien nach WP12

Neuville verteidigt knapp die Führung

Nur noch 2,9 Sekunden Vorsprung – der Zweikampf zwischen Thierry Neuville und Jari-Matti Latvala wird immer spannender. Mads Östberg sitzt Sébastien Ogier im Nacken. Monte Lerno wird so manchem zum Verhängnis.

Jetzt geht der Zweikampf zwischen Thierry Neuville und Jari-Matti Latvala wieder so richtig los. Runde eins am Samstagmorgen ging an Latvala, der zwar zum Start in den Tag ein kleines bisschen Zeit liegen ließ, dann aber auf den nächsten zwei Wertungsprüfungen konterte und seinen Rückstand auf nur noch 2,9 Sekunden eindampfte.

Auf „Monte Lerno“, mit 44,26 Kilometern die längste WP der Rallye, war Neuville 6,8 Sekunden langsamer als sein Verfolger. „Vielleicht war ich hier am Ende ein bisschen zu vorsichtig“, gab Neuville zu. „Es ist schwierig, die saubere Linie zu halten.“ Auch Latvala klagte über unruhiges Fahrverhalten und eine nicht ganz perfekte Reifenwahl. Wie Neuville hatte Latvala auf harte Gummis gesetzt.

Mads Östberg entschied sich als Einziger für eine Mischung aus harten und weichen Reifen – die richtige Wahl, denn der Norweger fuhr Bestzeit und zog damit an Andreas Mikkelsen und beinahe auch noch Sébastien Ogier vorbei. Östberg liegt nur noch 0,3 Sekunden hinter dem Treppchen. „Ein bisschen Stress beim Reifenwechsel“, lachte Östberg. „Ich habe mich erst in letzter Sekunde entschieden - als ich gesehen habe, dass Ogier mit vier weichen Reifen losgefahren ist.“

Dani Sordo griff daneben und war mit weichen Reifen der langsamste Topfahrer. Sein Rückstand auf Andreas Mikkelsen und Rang fünf beträgt bereits über eine halbe Minute. Für Teamkollege Kevin Abbring gab es Höhen und Tiefen. Zum Start in den Tag sicherte er sich seine erste WM-Bestzeit, dann verlor er sieben Minuten durch einen doppelten Plattfuß in „Monte Lerno“. Auch Valeriy Gorban und Yazeed Al Rajhi ließen Zeit liegen. Lorenzo Bertelli kam gar nicht durch.

In der WRC2 war „Monte Lerno“ Endstation für Esapekka Lappi, der durch einen Reifenschaden von Umberto Scandola gerade erst an die Spitze der Wertung gerückt war. Die Spitze übernimmt Karl Kruuda - und Armin Kremer klettert auf den dritten Platz hinter Julien Maurin. Allerdings gab es durch den Ausfall von Bertelli ein ziemliches Durcheinander, möglicherweise werden die Zeiten später noch angepasst.

Gar nicht mehr gestartet ist Hayden Paddon. Bei dem Überschlag wurde der Überrollkäfig seines Hyundai beschädigt – der zweite Totalausfall für Paddon in Folge.

Rallye Sardinien - nach WP12

1.Neuville / GilsoulHyundai i20 WRC1602:11:39.6
2.Latvala / AnttilaVolkswagen Polo R WRC+00:02.9
3.Ogier / IngrassiaVolkswagen Polo R WRC+00:55.3
4.Östberg / FlöeneFord Fiesta RS WRC+00:55.6
5.Mikkelsen / JægerVolkswagen Polo R WRC+00:58.5
6.Sordo / MartíHyundai i20 WRC16+01:29.9
7.Tänak / MõlderFord Fiesta RS WRC+02:34.6
8.Solberg / MinorFord Fiesta RS WRC+03:37.2
9.Camilli / VeillasFord Fiesta RS WRC+04:57.5
10.Kruuda / JärveojaFord Fiesta R5+08:17.8
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