Rallye Deutschland nach WP5

Neuville hetzt Latvala - Ogier raus

Der Fahrfehler von Sebastien Ogier macht die Rallye Deutschland spannend. Nach dem Aus des Franzosen, balgen sich Jari-Matti Latvala und Thierry Neuville um die Führung. Zur Tageshalbzeit trennen beide lediglich zwei Sekunden.

<strong>ATTACKE:</strong> Ford-Pilot Thierry Neuville setzt Volkswagen-Speerspitze Jari-Matti Latvala unter Druck

Sebastien Ogier wehrte sich mit allen Mitteln gegen das drohende Aus. Eigenhändig versuchte der Franzose auf dem Weg zur vierten Prüfung den Aufhängungsschaden seines Polo R WRC zu beheben. Kurz zuvor hatte er einen Bremspunkt verpasst und war in einer schnellen Rechtskurve nach außen gerutscht und gegen einen Randstein geknallt. Dabei brach der Querlenker seines Autos, ein Schaden mit Folgen. Ogier gelang es nicht, den Polo so fit zu bekommen, dass er die zwei folgenden Prüfungen übersteht und musste vorzeitig aufgeben. Morgen wird der WM-Spitzenreiter jedoch wieder dabei sein und unter Rally2-Bedingungen erneut antreten. Allerdings wird er sich vom Traum des vorzeitigen Titelgewinn in Deutschland verabschieden müssen.

 

Nach dem Aus von Ogier muss Jari-Matti Latvala die Fahnen von Volkswagen beim Heimspiel hochhalten. Noch liegt der Finne knapp in Führung, aber von hinten baut sich Thierry Neuville (Ford) formatfüllend im Rückspiegel auf. Nur 2,4 Sekunden trennt den schnellen Belgier vom Latvala. „Ich fühle mich gut“, frohlockt Neuville zur Mittagspause und schielt insgeheim auf seinen ersten WM-Sieg.

 

Citroën-Pilot Dani Sordo hatte auf mehr Regen gehofft, aber der kam zu spät. „Erst auf den letzten Metern der WP5 nieselte es ein wenig“, sagte der Spanier, der vor dem Start noch zwei weiche Reifen auf die Vorderachse montierte. Mit 15.1 Sekunden belegt Sordo den dritten Rang. Deutlich weiter zurück liegt sein Teamkollege Mikko Hirvonen. „Aber ich bin mit unserem Tempo zufrieden“, meinte der Finne. Auch Mads Östberg (Ford) hatte auf mehr Regen spekuliert und konnte sich nicht verbessern. Er bleibt auf dem sechsten Platz. Hinter ihm folgen mit Martin Prokop und Nasser Al-Attiyah zwei weitere Ford-Piloten, ehe WRC2-Spitzenreiter Robert Kubica (Citroën) bereits auf dem achten Gesamtrang geführt wird.

 

Nachdem Armin Kremer (Unfall), Mark Wallenwein (Bremse) und Christian Riedemann (Unfall) bereits ausgeschieden sind, sind die deutschen Augen auf Sepp Wiegand gerichtet. Aber der Skoda-Junior klagte nicht nur über ein Problem mit der Gegensprechanlage seines Fabia S2000, sondern auch über das Setup. „Für manche Ecken ist es zu weich, da setzen wir sogar auf“, sagte Wiegand. Wie schnell man mit einem Skoda Fabia S2000 fahren kann, zeigt Hayden Paddon, der auf WP5 erneut das Tempo in der WRC2 vorgab. 

 

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