Schwierige Sponsor-Suche

Mini steht weiter hinter WRC

Mini-Motorsportchef Dirk Hollweg hat sich klar zum WRC-Projekt mit Prodrive bekannt. Wichtigstes Anliegen aller Beteiligten bleibt die Suche nach einem Hauptsponsor. Die gestaltet sich schwieriger, als zunächst gedacht.

<strong>UNRUHE:</strong> Prodrive strich das Testprogramm zusammen

In Wales sorgte die Absage der Testfahrten für die Monte und Schweden für Unruhe. Wie steht es um das Mini WRC-Projekt?

"Wir suchen nach einem Hauptsponsor. Wir haben bereits einige finanzielle Unterstützung, aber wir brauchen mehr. Grundsätzlich geht es darum das passende Geld für das nächste Jahr zu finden. Wir stehen kurz davor Verträge abzuschließen, es fehlen aber noch die Unterschriften. Wir haben nicht die Tests abgesagt, wir haben in diesem Jahr bereits eine Menge Testfahrten durchgeführt. Wir sind mit dem Auto sehr zufrieden. Wir haben das Testprogramm um ein oder zwei Tage reduziert, aber es geht weiter."

 

Können Sie bestätigen, dass ihr Team sich für die gesamte WM 2012 einschreibt?

"Definitiv werden wir weitermachen und uns auch einschreiben. Wir haben eine Vereinbarung mit Prodrive für die ganze Saison mit zwei Autos. Wie gesagt, das einzige was wir jetzt brauchen ist ein Sponsor."

 

Wer ist verantwortlich für die Beschaffung von finanziellen Mitteln?

"Das WRC-Team selbst sucht Sponsoren und zwar jeder der für das Team arbeitet. David Richards von Prodrive sucht Sponsoren und wir ebenfalls. Alles was am Ende zählt ist einen Sponsor zu finden."

 

Prodrive hat vor kurzem bekannt gegeben, dann man jetzt selbst die Motoren vorbereitet. Bedeutet dies, dass BMW nicht mehr daran arbeitet?

"Wir haben entschieden, dass sich Prodrive um die Motoren kümmert, weil es unserer Meinung nach das Beste ist. Sie haben genügend Erfahrung und wissen wie man es macht. BMW Motorsport war bislang verantwortlich für den Motor und hat nun die Entwicklung für den Zylinderkopf abgeschlossen. Wir denken es ist eine gute Lösung, dass jemand den Motor nicht nur einsetzt, sondern auch dafür verantwortlich ist und die weitere Entwicklung steuert. So kann man das Budget besser nutzen. BMW Motorsport wird weiterhin beratend zur Seite stehen und eng mit Prodrive zusammenarbeiten. Es gibt keinen offizielle große Unterstützung [durch BMW Mini]. Es liegt also an Prodrive den Motor im kommenden Jahr weiter voran zu bringen."

 

Wie wird es weitergehen? Wie lange gilt die Vereinbarung mit Prodrive für den Einsatz des Teams?

"Wir reden nicht über unsere Verträge. Aber wie lange es braucht um Siege und den Titel zu holen? Es wird Jahre dauern. Der Plan sieht die Konzentration auf das John Cooper Works-Modell vor. Wir denken es ist ein gutes Auto und es ist das Auto mit dem wir im Wettbewerb antreten. Wir brauchen sicher ein paar Weiterentwicklungen, aber wir konzentrieren uns ausschließlich auf dieses Modell."

 

Wie denken Sie über die Zukunft der Weltmeisterschaft? Gibt es Gründe sich Sorgen zu machen?

"Nicht in allen Punkten. Wir sind sehr froh, dass Volkswagen kommen wird und die Zahl der Hersteller zunimmt. Ich kann nicht beurteilen wie es in der Vergangenheit war, aber wir arbeiten alle gemeinsam und helfen die richtigen Prioritäten zu setzen und die TV-Präsenz zu verbessern. Wir müssen mehr Menschen diesen faszinierenden Sport näher bringen. Rallye hat ein großartiges Potenzial. Ich bin sehr positiv gestimmt was das nächste Jahr und vor allem 2013 angeht. Wenn alles zusammenkommt, dann haben wir eine bessere Zukunft als je zuvor vor uns."

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