Rallye Deutschland

Mikko: "Eine Art Hassliebe..."

Mikko Hirvonen hat der Rallye Deutschland rund um Trier noch eine Rechnung offen. Der Finne will um das Podium kämpfen.

<strong>ZIELE:</strong> Mikko Hirvonen will in Deutschland auf das Podium fahren

Im Prinzip stellt die Rallye Deutschland ein „Best of“ dreier völlig unterschiedlicher Veranstaltungen dar. Während es am Freitag und am Sonntag vornehmlich durch die Mosel-Weinberge mit ihren engen, kurvenreichen Wirtschaftswegen geht, stehen am Samstag im nördlichen Saarland die ultraschnellen breiten Landstraßen mit ihren geschwungenen Kurvenkombinationen auf dem Programm. Und schließlich wartet der Truppenübungsplatz Baumholder, von dem Fans und Fahrer gleichermaßen ehrfürchtig nur als „Panzerplatte“ sprechen: Hier müssen die Piloten nicht nur mit den Tücken der reifenverschleißenden Betonpisten fertig werden, sondern immer auch die sogenannten „Hinkelsteine“ im Blick haben – massive Beton-Panzersperren, die jeden Fahrfehler unbarmherzig bestrafen.

 

„Mich verbindet eine Art Hassliebe mit der Rallye Deutschland“, gesteht Mikko Hirvonen, der bei sechs Starts mit dem dritten Platz 2007 sein bislang bestes Ergebnis einfuhr. „Im Trockenen sind die Strecken wirklich gut zu fahren, aber bei Nässe verwandelt sie sich mit all dem Matsch und den Pfützen in eine einzige Rutschbahn. Trotz des für mich enttäuschenden Ergebnisses in Finnland war ich von unserem Tempo begeistert. Wir haben uns weiter verbessert, und ich bin gespannt, was in Deutschland möglich ist. Ich will auf jeden Fall um die Podestplätze kämpfen.“

 

Auch Jari-Matti Latvala nimmt die Rallye Deutschland am kommenden Wochenende zum siebten Mal in Angriff. „Durch die stetig wechselnden Grip-Level fällt es mir immer schwer, Vertrauen aufzubauen. Deshalb hatte ich in der Vergangenheit so meine Probleme bei diesem Lauf“, blickt der Drittplatzierte der WM-Wertung zurück. „Ich glaube, ich kann dieses Mal von meinen Erfahrungen profitieren, die ich vergangenen Mai beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gesammelt habe. Ich weiß jetzt, dass ich mit mehr Tempo aus einer Kurve herauskomme, wenn ich später einlenke, und habe meinen Fahrstil auf Asphalt dementsprechend angepasst. Zudem gibt mir mein Sieg in Finnland zusätzliches Selbstvertrauen. Ich peile eine Top-Fünf-Platzierung an.“

 

Für Ford stellt die Rallye Deutschland wegen ihrer Nähe zum Sitz von Ford Europa in Köln (165 km von Trier entfernt) und der Produktionsstätte des Ford Focus in Saarlouis (65 km) quasi ein Heimspiel dar. Am kommenden Montag werden Hirvonen und Latvala dem Werk einen Besuch abstatten, sich mit den Angestellten treffen und Autogramme geben.

« zurück