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Michelin will Vorjahrestriumph in Finnlands Wäldern wiederholen

Beim Klassiker in Finnland brennt der französische Reifenspezialist Michelin darauf, den Hattrick zu erringen.

Vorjahressieger Marcus Grönholm

Als Partner von Marcus Grönholm ? zweifacher Finnland-Triumphator ? und Peugeot führt Michelin sowohl in der Fahrer- als auch in der Markenwertung das Zwischenklassement der Rallye-Weltmeisterschaft an. Für die sichere Landung aller Michelin-Piloten sorgt unter anderem der Schotter-Reifen Michelin Z. Der Experte für harte Fälle fühlt sich auf dem losen Untergrund besonders wohl. Sein offenes Profildesign verdrängt die oberste Staubschicht und sorgt so für optimale Traktion.

 

Als 15 Zoll hoher Pneu mit der Dimension 17/65 x 15 besitzt er eine hohe Reifenflanke, die das harte Aufsetzen nach den Sprüngen abdämpft. Auch der Michelin-Z-Pneu wurde mit dem pannenresistenten ?ATS?-System ausgerüstet. Dabei füllt ein Schaumstoffsystem im Falle plötzlichen Luftdruckverlustes den Reifen aus, so dass die Piloten mit nahezu unverminderter Geschwindigkeit weiterfahren können.

 

Für den Lauf in Finnland gelten andere Regeln als für die übrigen 14 WM-Läufe: Nur zwei Europäern ist es jemals gelungen, in diesem speziellen Territorium die Einheimischen zu besiegen ? Carlos Sainz 1990 und Didier Auriol 1992. Der Hauptgrund für die Dominanz der Skandinavier liege in den strengen Trainings-Reglementierungen, erklärt Hyundai-Pilot Armin Schwarz: ?Wir dürfen die Prüfungen nur zwei Mal abfahren. Und das mit einer vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit von lediglich 60 km/h. Das ist für die Vorbereitung nicht sehr realistisch. Mir jedenfalls fehlt das Vorstellungsvermögen, um mir auszumalen, was passiert, wenn wir bei der Rallye mehr als dreimal so schnell über die Kuppen jagen.?

 

Für die finnischen und schwedischen Fahrer stellen die speziellen Anforderungen der ?nordischen Kombination? keine allzu große Herausforderung dar. Sie driften im Rahmen der nationalen Meisterschaften ständig über ähnliche Pisten und sind mit den Eigenheiten der Waldwege seit ihren Fahrschultagen bestens vertraut. ?Entscheidend ist es, den richtigen Rhythmus zu finden?, verrät Peugeot-Pilot Marcus Grönholm. ?Da wir oft minutenlang im sechsten Gang fahren, führt jeder überflüssige Tritt auf die Bremse zu Geschwindigkeitsverlusten über mehrere hundert Meter. Daher bremse ich nur sehr wenig und verzögere das Auto meist durch Querstellen und ein bisschen Linksbremsen.?

 

Mit Grönholm greift ein absoluter Finnland-Spezialist für Tabellenführer Peugeot ins Volant. Der amtierende Weltmeister hofft nach 2000 und 2001 auf seinen dritten ?1000-Seen?-Sieg in Folge. ?Wir absolvierten einen Test in Jämsä. Das liegt unweit des Start- und Zielortes und bietet vergleichbare Bedingungen. Dort haben wir an zwei Tagen rund 200 Kilometer zurückgelegt und die Technik sowie die Fahrwerksabstimmung optimiert."

 

Michelin-Partner Mitsubishi tritt bei der Rallye Finnland erstmals mit einer Evolutionsstufe des Lancer WRC an. Die größten Modifikationen des Evo2: Tieferer Schwerpunkt, optimierte Gewichtsverteilung, effizientere Aerodynamik, Veränderungen am Fahrwerk sowie Weiterentwicklung der aktiven Differenziale. ?Das Auto wurde in vielen Bereichen verbessert?, kommentierte François Delecour. ?Die Performance beim Beschleunigen und Bremsen konnte erheblich gesteigert werden. Das Auto fährt sich jetzt präziser, der Motor spricht direkter an.? Erfreulicher Nebeneffekt der umfangreichen Veränderungen: Der Reifenverschleiß nahm ab.

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