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Michelin will den Sieg beim Auftakt

Ein Feuerwerk zum Auftakt: Traditionell markiert die Rallye Monte Carlo den Start der Rallye-Weltmeisterschaft und gilt zugleich als eines der Saison-Highlights.

Will mit Michelin und Peugeot erneut Weltmeister werden: Marcus Grönholm

Die 'Monte' gilt als die prestigeträchtigste und aus Sicht des Reifenherstellers schwierigste Veranstaltung der Saison. Alle 14 Wertungsprüfungen (WP) konzentrieren sich in den französischen Seealpen oberhalb des Fürstentums. Zwei Mal werden die Piloten die Pass-Straße zum weltberühmten Col de Turini hinaufjagen ? und ständig müssen sie mit anderen Bedingungen rechnen. Manchmal wechselt die Fahrbahnoberfläche gar innerhalb einer WP zwischen Schnee, Eis und trockenem Asphalt.

 

Aus diesem Grund erlaubt das Reglement des Weltverbandes FIA in Monaco zusätzlich zu den sonst zugelassenen zwei Reifenprofilen zwei weitere. Neben den schmalen, mit Spikes bestückten Schnee-Pneus, den Profilpneus für vereinzelte glatte Abschnitte und den breiten, flachen und mit nur 17 Prozent Negativprofil versehenen Asphalt-Rennreifen setzt Michelin als ?Intermediate? den Typ D10 ein. Dieser Pneu kann variabel mit bis zu 250 Spikes bestückt oder ganz ohne die Stahlnägel gefahren werden, die in Monte Carlo bis zu 1,5 Millimeter aus dem Profil herausragen dürfen. Die Vorgänger des D10 kamen bei drei der vier zurückliegenden 'Monte'-Siege von Tommi Mäkinen zum Einsatz. Die Michelin-Techniker verbesserten während der Wintertests außerdem den Typ N0. Der Trockenreifen haftet bei Temperaturen unter acht Grad nun noch besser.

 

Entscheidenden Einfluss auf die Reifenwahl der Piloten kommt dem Rat ihrer ?Gravel Crews? zu, in Monte Carlo eher als ?Eisspione? bekannt. Diese meist sehr erfahrenen Rallye-Profis absolvieren die WP bis eine Stunde vor dem ersten Teilnehmer. Dabei checken und ergänzen sie den Aufschrieb und warnen anschließend ?ihren? Piloten zum Beispiel vor neuen Eisflächen oder Schnee, den Zuschauer bisweilen auf die Straße schaufeln. Die Fahrer warten mit der heiklen Reifenwahl möglichst lange, sodass die Pneus oft erst in letzter Sekunde aufs Auto kommen.

 

Eine Vorentscheidung könnte bereits der erste Tag bringen: Wer auf der 47,27 Kilometer langen Prüfung ?Plan-de-Vitrolles ? Faye? ? die das Feld als WP 5 und 6 gleich zweimal hintereinander absolviert ? jeweils die optimalen Pneus aufzieht, kann sich teils deutlich absetzen. "Es ist zwar schwierig, sich auf die optimalen Reifen festzulegen. Aber sobald du fährst, geht der Spaß richtig los", erklärte Skoda-Neuzugang Auriol abschließend.

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