Rallye News

Michelin bereit für den Schneewalzer.

Heißer Sport auf kaltem Eis: Nach dem ebenso spannenden wie dramatischen Saisonauftakt in Monte Carlo geht die Weltmeisterschaft bei der Rallye Schweden in ihre zweite Runde.

Weltmeister Richard Burns.

Die "Uddeholm Rallye Schweden" präsentiert sich noch nicht im gleichen Gewand wie im Vorjahr, als die Piloten durch eine Bilderbuch-Winterlandschaft drifteten. Das eher milde Klima der letzten Wochen dürfte dafür sorgen, dass sich die Straßen dieses Jahr zwar größtenteils eis- und schneebedeckt präsentieren, aber auch einige Schotter-Passagen zum Vorschein kommen. Wichtiger noch: Auf hohe Schneewände entlang der Pisten, die die Profis gerne auch zum Bremsen und "Anlehnen" benutzen, müssen die Starter der Rallye Schweden wohl verzichten.

 

Dabei geht es über insgesamt 1.876,49 Kilometer und 16 Wer-tungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 381,96 km. Der Start erfolgt am 31. Ja-nuar in Karlsbad. Am 3. Februar endet die Veranstaltung auch in dieser 250 Kilometer westlich von Stockholm gelegenen Stadt.

 

Geheimnis des Erfolgs auf Schnee und Eis: die Spike-Reifen. Bis zu 1.500 dieser kleinen Nägel zieren die Reifen eines Rallye-Autos am Start einer Wertungsprüfung. Pro Kilometer krallen sie sich rund 500 Mal in den glatten Untergrund, bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h rund 17 Mal pro Sekunde. Da auch bei dem WM-Lauf in Schweden in der Regel zwei WP mit einem Satz Reifen absolviert werden, müssen die Nägel über eine Distanz von bis zu 51 Kilometer das harte Wettbewerbstempo aushalten.

 

Der französische Hersteller vertraut dabei auf zwei unterschiedliche Reifentypen: Der Michelin GA für festgefahrene Schneedecken sowie der Michelin GE - der Eisspezialist - sind jeweils gerade Mal 100 mm breit, um möglichst viel Druck auf die Reifenaufstandsfläche ausüben zu können. Das spezielle Design des Pneus unterstützt dabei die Funktionsweise der Spikes insbesondere auf vereisten Strecken, während die Profilierung selbst maßgeblich für die Perfor-mance auf verschneitem Untergrund beiträgt.

 

Michelin reist mit 28 Mitarbeitern sowie sieben Sattelschleppern nach Schweden, die zur Unterstützung der Partnerteams Peugeot, Citroën, Mitsubishi, Hyundai und Sko-da rund 2270 Pneus an Bord haben. Alle Reifen besitzen das ATS-System ("Appui Temporaire Souple"), mit dem die Pneus auch nach einer Beschädigung noch sicher bis ins Ziel funktionieren.

« zurück