Ausfall in Wales

"Mein Titeltraum ist geplatzt"

Bitteres Ende für Mikko Hirvonen bei der Wales Rallye GB. Der Ford-Pilot musste am Mittag vorzeitig aufgeben, nachdem er sich bei einem Fahrfehler den Kühler seines Fiesta WRC beschädigt hatte. Auf der 100 Kilometer langen Verbindungsetappe zum Service blieb er mit überhitzten Motor liegen.

<strong>AUSFALL:</strong> Mikko Hirvonen muss sein Auto vorzeitig abstellen

"Es war ziemlich anspruchsvoll heute Morgen und das Gripniveau wechselte ständig.", erklärte Hirvonen den Unfallhergang auf WP7. "Vor einem Bremspunkt war es extrem rutschig und ich war zu schnell in der nächsten Ecke. Wir erwischten mit dem Heck eine Böschung und drehten uns. Dabei knallte ich mit der Front gegen einen Baumstumpf und der Kühler wurde durchbohrt. Es gab keinen echten Schaden, aber wir haben das gesamte Kühlwasser verloren. Wir sind noch fünf oder sechs Kilometer weitergekommen, aber dann war es vorbei."

 

Hirvonen versuchte das Unmögliche und trat den 100 Kilometer langen Weg zum Mittagsservice an, doch kurze Zeit später musste er endgültig aufgeben. Die Motortemperatur war zu hoch angestiegen. "Wir werden versuchen das Auto zu reparieren, aber es scheint so, als ob zu viel Schaden am Motor entstanden ist", meinte Teamchef Malcolm Wilson. Es ist eine große Enttäuschung für das gesamte Team, nachdem wir uns in der Meisterschaft wieder zurückgekämpft hatten und es ist traurig die Chancen am ersten Tag zu verlieren."

 

Seinen Traum von der Weltmeisterschaft muss Hirvonen vorzeitig begraben. "Mein Titeltraum ist geplatzt", meinte der Finne sichtlich geknickt. 

 

Für das Team kommt die vorzeitige Entscheidung im Titelkampf denkbar ungelegen. Noch immer ringt man intensiv mit Ford um eine Vertragsverlängerung. "Der Ausfall hat keinerlei Auswirkungen auf unsere Verhandlungen", betonte Wilson.  Auf die Dienste von Hirvonen wird er künftig verzichten. Ihn sehen die Experten als neue Nummer-2 neben Sebastien Loeb bei Citroën, nachdem dort Sebastien Ogier das Team verlassen wird.

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