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Loeb und die verlorene Zeit

Sebastien Loeb kann sich nicht erklären, warum er auf der vorletzten Prüfung über neun Sekunden auf Petter Solberg verloren hat und damit den Sieg in Wales verspielte.

<strong>Pech:</strong> Sebastien Loeb verlor das Finale in Wales nur knapp

Loeb startete mit einem Vorsprung von 3.5 Sekunden in die 30.3 Kilomter lange vorletzte Prüfung der Wales Rally GB und nach den ersten Zwischenzeiten sah alles danach aus, als ob der Citroen-Pilot seinen Vorsprung sogar noch ausbauen könnte. Doch danach konterte Petter Solberg und wandelte den Rückstand in eine Führung um und legte den Grundstein für seinen Sieg.

 

"Zwischen Kilometer 15 und 20 habe ich einen kleinen Fehler gemacht, als ich zu spät in einer Rechtskurve einbremste, die normalerweise im zweiten Gang ging. Dabei habe ich aber höchstens zwei Sekunden liegen gelassen", zeigte sich Seb Loeb im Ziel etwas ratlos. "Danach habe ich attackiert so gut es ging, genau so, wie ich es das ganze Wochenende schon gemacht hatte und ohne dabei das Gefühl zu haben, dass etwas mit dem Auto nicht stimmt."

 

Loeb, der die Rallye lange Zeit angeführt hatte, ist vom Ergebnis enttäuscht, aber der zweite Rang sichert seine Führung in der Gesamtwertung, die er immer noch souverän anführt. "Natürlich bin ich enttäuscht mit dem Ausgang dieses Finales, aber zwei Dinge machen mich glücklich: Ich war nah dran am Sieg und mit meinem zweiten Platz in Folge habe ich alle Chancen auf den Titel", so der Franzose.

 

"Wir sind schon enttäuscht, das ist wahr", klagt auch Teamchef Guy Frequelin. "Aber wir haben wichtige Punkte für beide Meisterschaften eingefahren und das entschädigt für die Enttäuschung."

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