Rallye News

Loeb stetzt neue Rekordmarke

Weltmeister Sebastien Loeb gewinnt zum fünften Mal in Folge die Rallye Deutschland und stellt damit den Rekord von Carlos Sainz als erfolgreichster Fahrer aller Zeiten ein.

<strong>GEWOHNTE PERSPEKTIVE:</strong> Sebastien Loeb dominiert in Deutschland

Im Westen nichts Neues. Erneut dominiert Sebastien Loeb den deutschen WM-Lauf und gewinnt die Rallye zum fünften Mal in Folge. Den Grundstein für den Erfolg legte der Franzose bereits am Freitag, als die wechselhaften Bedingungen am besten ausnutzte und sich vom Start weg an die Spitze setzte. Diese Position gab Loeb bis ins Ziel nicht mehr ab und stellte mit seinem 26. WM-Sieg den Rekord von Carlos Sainz als erfolgreichster Fahrer aller Zeiten ein.

 

Die Sektkorken im Kronos-Lager werden noch lauter knallen, denn Dani Sordo sorgt für einen blitzsauberen Doppelsieg des Doppelwinkler-Teams. Der 22-jährige Spanier war erstmals für Herstellerpunkte nominiert und beeindruckte vor allem während der schwierigen Bedingungen zu Beginn der Rallye.

 

Topfavorit Marcus Grönholm brachte sich bereits am ersten Tag um alle Siegchancen. Sein Ford-Team hatte mit trockenen Bedingungen gerechnet und wurde vom Regenwetter des Freitags eiskalt erwischt. Doch Grönholm steckte nicht auf und kämpfte sich am Samstag wieder auf Platz drei zurück, den er auch im Finale gegen den attackierenden Toni Gardemeister verteidigen konnte. "Eigentlich hatte ich gehofft gegen einen anderen Citroen zu kämpfen, aber wir waren chancenlos", so Marcus. "Jetzt steht Finnland auf dem Programm, wo wir wieder zurückschlagen wollen."

 

Auf den Plätzen fünf und sechs erreichten zunächst Mikko Hirvonen und Manfred Stohl das Ziel der Rallye. Doch die Lichtmaschine des Ford Focus WRC versagte auf dem Weg nach Trier und Hirvonen musste stoppen. Der Finne bekam nach Superally-Regel eine fünfminütige Zeitstrafe aufgebrummt und fiel auf Rang neun zurück.

 

Vom Pech Hirvonens profitierte auch Youngster Andreas Aigner, der das Wochenende mit einem beeindruckenden sechsten Rang beendet. Dabei machte er es im Finale nochmal spannend. "Wir hatten kurz vor dem Ziel einen Ausritt", klärte Aigner auf, warum der Vorsprung auf Markenkollegen Jan Kopecky auf lediglich 3.2 Sekunden zusammenschmolz und die Front des Autos beschädigt wurde. "Mit dem Ergebnis kann ich mehr als zufrieden sein. Auf den insgesamt 19 Prüfungen konnte ich 15 Mal unter die Top Ten fahren, das freut mich ganz besonders", so Aigner weiter.

 

Chris Atkinson rutschte nach den Problemen Hirvonens noch in die Punkteränge, doch Subaru erwischte ein rabenschwarzes Wochenende. Erst verunfallte Petter Solberg im Shakedown und sorgte für eine unfreiwillige Nachtschicht seiner Mechaniker. Die Mühen blieben unbelohnt, am Samstag musste der Norweger nach einem Motorschaden vorzeitig aufgeben. Auch Teamkollege Stephane Sarrazin sollte aus eigener Kraft das Ziel in Trier nicht sehen. Der Franzose wurde durch einen Getriebeschaden gestoppt, sammelt aber dank Superally wichtige Herstellerpunkte.

 

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