Rallye Australien – WP35

Loeb beendet Durststrecke

Sebastien Loeb meldet sich zurück. In Australien holt sich der Franzose zusammen mit Beifahrer Daniel Elena seinen sechsten Saisonsieg.

<strong>SIEG:</strong> Sebastien Loeb gewinnt die Rallye Australien

Bereits gestern Nachmittag legte Loeb den Grundstein für den Erfolg in Down Under. Mit einer cleveren Taktik ließ er sich auf Platz drei zurückfallen, um am heutigen Schlusstag nicht als erster Fahrer auf die Strecke zu müssen. Loeb überließ seinem Titelrivalen Mikko Hirvonen die Rolle des Straßenkehrers. „Das hat Citroen nicht schlecht gemacht“, so der Finne. „Dadurch hatten wir keine Chance auf den Sieg mehr.“

 

Sekunden um Sekunde baute Loeb auf der letzten Etappe seinen Vorsprung aus und siegte am Ende mit einem Vorsprung von 12.5 Sekunden vor Mikko Hirvonen. „Ein guter Sieg, denn es war ein harter Kampf und eine lange Zeit ohne Erfolg“, freute sich der Weltmeister, der in der Gesamtwertung nur noch knapp hinter dem weiterhin führenden Hirvonen zurückliegt. „Es war extrem wichtig für uns hier zu gewinnen. Als nächstes kommt Spanien und wir liegen nur noch einen Punkt zurück. In diesem Jahr ist der Titelkampf wirklich interessant. Es wird auf alle Fälle ein unglaublicher Kampf bis zum Schluss.“

 

Trotz seines zweiten Platzes war Mikko Hirvonen alles andere als glücklich. Auf den Strecken Australiens hätte er Sebastien Loeb erneut aus eigener Kraft schlagen können, nur die bessere Taktik gab am Ende den Ausschlag zu Gunsten des Franzosen. „Es war ein hartes Wochenende. Wir hatten in diesem Jahr schon einige Rallyes, bei denen man vom Start bis zum Ziel Vollgas geben musste und diese gehört dazu. Aber es hat nichts geholfen“, meinte Hirvonen im Ziel. „Vielleicht wäre es anders gelaufen wenn ich heute nicht als erster Fahrer auf die Strecke gemusst hätte. Wir sollten es schnell vergessen und nach vorne blicken.

 

Trotz des Nachteils durch die Startreihenfolge gelang es Hirvonen, Dani Sordo auf Rang drei zu halten. Der Spanier konnte vier Prüfungen vor Schluss zunächst am Finnen vorbeiziehen, doch der Konter erfolgte umgehend. „Ich habe wirklich hart attackiert, aber Mikko zu schlagen war nicht möglich“, musste Sordo einsehen. Immerhin holte er wichtige Punkte für sein Team in der Markenwertung, die Citroen mit 18 Punkten Vorsprung auf Ford anführt.

 

Freude herrschte bei Sebastien Ogier. Der Youngster konnte zu Beginn der Rallye an der Spitze mitmischen, ehe er nach einem Fahrfehler zurückfiel. Mit Platz vier konnte er dennoch sehr zufrieden sein. „Ein sehr gutes Wochenende für uns“, freute sich Ogier. „Wir haben mit den besten Fahrern der Welt mithalten können.“ – Auch Jari-Matti Latvala konnte in der ersten Hälfte der Rallye den Ton angeben. Zwei Reifenschäden warfen den Finnen jedoch auf Platz fünf zurück. „Wir hatten einen fantastischen Start und dann habe ich durch die Plattfüße alles verloren“, ärgerte sich Latvala.

 

Pechvogel Henning Solberg, der sich gestern bei einem Abflug den Finger gebrochen hatte, klagte heute über Bremsprobleme und fiel zunächst auf Platz acht zurück, konnte aber im Finale noch den siebten Rang von Frederico Villagra erobern. Nach dem Pech seines Teamkollegen fuhr Matthew Wilson als sicherer Sechster ins Ziel.

 

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