Rallye Frankreich - WP16

Loeb auf dem Weg zum Titel

Sebastien Loeb führt die Rallye Frankreich weiterhin souverän an und liegt fest auf Titelkurs. Dagegen war der Tag für Sebastien Ogier vorzeitig zu Ende.

<strong>VORN:</strong> Sebastien Loeb führt sein WM-Heimspiel souverän an

Nur noch vier Prüfungen trennen Sebastien Loeb vom 60. WM-Sieg und dem siebten Titel in Folge. Auch am zweiten Tag der Rallye Frankreich dominierte der Citroen-Pilot das Feld nach Belieben und baute seinen Vorsprung am Morgen so weit aus, dass er diesen ab Mittag sicher verwalten konnte. „Es war ein schwieriger, aber guter Tag. Wir haben jetzt einen ordentlichen Vorsprung, auch wenn es noch ein langer Weg ist“, meinte Loeb, der zugab, "Als erster Fahrer auf der Strecke war ich im Vorteil. Aber es war trotzdem nicht einfach."

 
Sebastien Ogier schaltete dagegen in den Angriffsmodus um Dani Sordo auf Platz zwei abzufangen. Doch auf WP14 überspannte er den Bogen und rutschte von der Strecke. Dabei beschädigte Ogier ein Domlager und musste wenig später aufgeben. Dank Superally bleibt er aber in Wertung und beendet den Tag auf Rang sechs.

 
Vom Pech des Franzosen profitierte vor allem Petter Solberg, der kampflos von Platz vier auf das Podium nach vorne rutschte. Eine Attacke auf Sordo wird dagegen nicht mehr möglich sein, trotz zweier Bestzeiten am Nachmittag liegt Solberg 31.4 Sekunden hinter dem Spanier zurück.

 
Hinter dem Citroen-Trio an der Spitze folgen die beiden Ford-Finnen auf den Rängen vier und fünf. Auf den stark verschmutzten Strecken gelang es Jari-Matti Latvala lange Zeit Kontakt zu Solberg zu halten, doch ein Dreher auf der letzten Prüfung kostete wertvolle Zeit und ließ den Abstand zum Podium auf 20 Sekunden anwachsen. „Gleich in der zweiten Kurve nach dem Start gab es ein wenig Schotter. Wir drehten uns ein und ich musste einige Mal vor und zurücksetzen ehe wir weiterfahren konnten“, fluchte Latvala.

 
Matthew Wilson gelang es unterdessen auf Frederico Villagra aufzuholen. Der achtplatzierte Ford-Pilot liegt nur noch 2.9 Sekunden hinter dem Argentinier zurück. „Das war ein langer Tag. Wir haben uns auch auf der letzten Prüfung gedreht und mindestens zehn Sekunden auf Frederico verloren“, so Wilson. Die heftigen Bedingungen der zweiten Etappe hatten auch bei Gaststarter Yvan Muller Eindruck hinterlassen: „Ein verrückter Tag. Ich dachte, es wäre eine Asphaltrallye, aber es gab keinen Asphalt auf den letzten Prüfungen. Ich bin froh überhaupt ins Ziel gekommen zu sein.“

 

Skoda-Pilot Patrik Sandell konnte in der letzten Prüfung die Führung in der SWRC übernehmen, nachdem Eyvind Brynildsen wegen eines Reifenschadens viel Zeit verloren hatte. In der PWRC liegt Armindo Araújo klar in Führung und Jérémi Ancian übernahm im Suzuki Swift S1600 die Spitze bei den Junioren. 

 
Auch heute hinkte die Rallye Frankreich ihrem ursprünglichen Zeitplan massiv hinterher. Die Organisatoren hatten alle Hände voll zu tun, den riesigen Besucherandrang in geordnete Bahnen zu lenken. Zu weiteren Verzögerungen kam es am späten Nachmittag, als die letzte Prüfung wegen angetrunkener Zuschauer unterbrochen werden musste.

   

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