WM 2015

Latvala und die 'Monte-Hürde'

Das Duell zwischen Sebastien Loeb und Sebastien Ogier beherrscht die Schlagzeilen vor der Rallye Monte Carlo. Doch wenn zwei sich streiten, freut sich meist der Dritte. Das könnte Jari-Matti Latvala sein. Aber der Finne reist mit einem mulmigen Gefühl zum Saisonauftakt.

Noch vier Tage, dann startet die Rallye-Weltmeisterschaft in die neue Saison. Auch Jari-Matti Latvala hat sich für 2015 einiges vorgenommen und will seinen Teamkollegen Sebastien Ogier als Weltmeister ablösen. Dazu muss auch beim Auftakt in Monte Carlo ein gutes Ergebnis her. Bislang war die „Mutter aller Rallyes“ jedoch kein gutes Pflaster für ihn.

„Ich strebe eine Top-Vier-Platzierung an. Das wäre ein Erfolg, weil es eine wirklich knifflige Rallye ist und ich dort noch nie über einen fünften Platz hinausgekommen bin“, sagte der Finne. „Ich werde definitiv nicht alles auf eine Karte setzen und um den Sieg fahren. Um ehrlich zu sein: Ich bin jedes Mal froh, wenn ich die ‚Monte‘ überstanden habe.“

Ganz auf Nummer sicher kann Latvala nicht gehen, denn die Vorzeichen haben sich im VW-Team geändert. Auf der einen Seite setzen die Wolfsburger einen überarbeiteten Polo R WRC ein, den der Finne von Beginn an mitentwickeln konnte. Auf der anderen droht jedoch der Einsatz einer Stallregie, wenn es in Sachen ‚Herstellertitel’ eng werden könnte. Diesen muss Sportchef Jost Capito abliefern. Ohne Wenn und Aber. Aber Capito erwartet durch die veränderte Startreihenfolge den Einsatz von starken Gaststartern, die dem VW-Team wichtige Punkte abspenstig machen könnten. In diesem Fall müsste auch Volkswagen zum ungeliebten Mittel der Teamorder greifen. Darauf konnte Capito bislang verzichten.

Auch Latvala hat sich in der Winterpause seine Gedanken zum Thema gemacht. „Ich gehe davon aus, dass die Rallyes dadurch taktischer werden“, so der Finne, der sein Ziel klar definiert: „Ich nehme mir für die Saison 2015 den Titel vor. Das ist mein ganz großer Traum. Ich möchte am Ende Fahrer-Weltmeister sein.“ 

VIDEOS: Rallye Monte Carlo 2015

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