Rallye Schweden

Latvala soll Siegesserie fortführen

Fünfmal in Folge konnte Ford die winterliche Rallye Schweden in den vergangenen Jahren gewinnen. Damit steht die Vorgabe für Jari-Matti Latvala fest: Er soll auf den rasanten Schnee- und Eispisten seinem Team zu Sieg Nummer sechs verhelfen.

<strong>KLARE ZIELE:</strong> Ford will in diesem Jahr erneut die Rallye Schweden gewinnen und zählt dabei auch auf Jari-Matti Latvala

Nach der Nullnummer beim Saisonauftakt in Monte Carlo will Jari-Matti Latvala in Schweden wieder ganz vorn mit dabei sein. Der Winterklassiker im Värmland ist für sein Ford-Team ein gutes Pflaster, in den letzten Jahren konnte man die Rallye Schweden immer für sich entscheiden.

 

Besonderheit des zweiten Saisonlaufs: Die Rallye Schweden überschreitet für die erste Etappe am Freitag die Grenze zu Norwegen und bezieht Wertungsprüfungen des dortigen WM-Laufs von 2009 mit ein. Das Klima präsentiert sich eisig: Die Temperaturen könnten bis auf -30 Grad Celsius fallen. Dies stellt nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Mechanik der World Rally Cars ungewohnte Belastungen dar, die spezielle Vorbereitung verlangt. Die Mechaniker zum Beispiel schützen sich mit spezieller Thermo-Bekleidung vor der Kälte, die Piloten nutzen spezielle, beheizbare Fahrerschuhe.

 

Ansonsten bereitet die skandinavische Witterung die Bühne für eine geradezu paradiesische Winter-Rallye. Die speziellen 15-Zoll-Reifen von Michelin, jeweils mit 380 Wolfram-Spikes bestückt, bieten erstaunliche Grip-Verhältnisse – der schwedische WM-Lauf zählt paradoxerweise zu den schnellsten der ganzen Saison. Zugleich verlangt er spezielle Fahrtechniken. Hierzu zählt etwa das „Anlehnen“ an die hohen Schneewände, um vor den Kurven eine zusätzliche Bremswirkung zu erzielen.

 

Jari-Matti Latvala, der nach seinem Schweden-Sieg 2008 in 2010 und 2011 jeweils den dritten Rang belegt hat, nimmt erneut einen Platz auf dem Podium ins Visier. „Das ist mein Ziel. Nach dem Test hier in Skandinavien habe ich ein gutes Gefühl für den Fiesta WRC entwickelt. Wir konnten das Setup unseres Wagens nochmal optimieren, im Vorjahr hatten wir eine etwas zu aggressive Abstimmung gewählt“, so der 26-Jährige. „Das Fahren auf Schnee und Eis mit so hohen Geschwindigkeiten ist wirklich ein irres Gefühl. Dabei nutzen wir noch größere Driftwinkel als auf Schotter, gelenkt wird vornehmlich mit dem Gaspedal. Auf diese Weise können wir höhere Kurvengeschwindigkeiten aufbauen, auch die Traktion verbessert sich. Auf purem Eis bieten die Spikes so viel Grip, dass wir noch später bremsen als auf Schotter. Dies ändert sich jedoch, wenn die Fahrbahn mit losem Schnee bedeckt ist – das fühlt sich dann in etwa an wie Aquaplaning.“

 

GALERIE: Die Bilder der Rallye Schweden 2011 ...

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