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Krisenstimmung bei Kronos

Bei Kronos-Citroën herrscht Krisenstimmung. Mehr als siebte oder achte Ränge kann Manfred Stohl aus eigener Kraft nicht erringen.

<strong>RATLOS:</strong> Manfred Stohl und Marc van Dalen

Nach Podiums-Platzierungen im Vorjahr, können sich alle Beteiligten nur schwer an die Rückkehr zum Alltag gewöhnen. "Wir wollen keine Schuldigen suchen, sondern Lösungen finden", lautet die offizielle Parole von der Marketing-Verantwortlichen Brigitte Wühlwisch, doch ließ sich die OMV-Gesandte 2007 schon länger nicht bei einem WM-Lauf blicken.

 

Es war Manfred Stohl, der die Entscheidung traf, zum Saisonende 2006 mit seinen OMV-Millionen von Bozian-Peugeot zurück zu Kronos zu gehen. "Bei Peugeot hätten wir 2007 keine technische Unterstützung erhalten", sagt der Österreicher." Zudem sei man ja schließlich ins Weltmeister-Team gewechselt.

 

Nun herrscht bei Fahrer und Teamchef große Ernüchterung. Während Marc van Dalen offiziell gute Miene zum bösen Spiel macht und verlauten lässt: "Ich bin sicher, Citroën gibt uns das bestmögliche Material", hat Stohl daran seine Zweifel. Er beklagt mangelnde Motorleistung und ein zuweilen zickiges Fahrverhalten des Xsara.

 

Während manch österreichischer Pressevertreter in Stohl einen potenziellen Weltmeister und gar einen Grönholm-Nachfolger bei Ford sieht, reagiert Citroën-Sportchef Guy Fréquelin allergisch auf das Thema: "Setzt Loeb in das Auto, und er gewinnt", sagt der Franzose und Subaru-Teambesitzer David Richards tutet ins gleiche Horn.

 

Stohl schüttelt mit dem Kopf. Der 34-jährige verweist auf seine Bilanz gegen den letztjährigen Teamkollegen Henning Solberg: "Den Henning habe ich letztes Jahr bei zehn von zwölf WM-Läufen zehn Mal geschlagen, und nun schenkt er mir bei jeder Rallye drei Minuten ein. Ich soll auf einmal nicht mehr Autofahren können und der Henning hat es anscheinend plötzlich gelernt."

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