WM 2015

Kommt Loeb doch noch einmal zurück?

Sein Auftritt in Monte Carlo sorgte weltweit für Schlagzeilen und ein weiteres WM-Gastspiel von Sebastien Loeb scheint noch nicht vom Tisch.

Rallyefans hätten nichts gegen ein weiteres Duell zwischen Sebastien Loeb und Sebastien Ogier
<strong>NOCH EIN EINSATZ DRIN?</strong> Rallyefans hätten nichts gegen ein weiteres Duell zwischen Sebastien Loeb und Sebastien Ogier

Schon im Vorjahr war Citroën-Teamchef Yves Matton das gelungen, was viele nicht für möglich gehalten hatten. Der Belgier wartete einen günstigen Moment ab und überredete Sebastien Loeb zu einem weiteren Einsatz in der Rallye-Weltmeisterschaft. Ursprünglich war die Rallye Frankreich anvisiert, doch weil sich kurzfristig der Kalender der Tourenwagen-WM änderte, saß Loeb bei der Rallye Monte Carlo wieder im World Rally Car. Obwohl dort ein enormes Interesse herrschte und der Rekord-Weltmeister trotz einer 15-monatigen WM-Pause noch immer konkurrenzfähig war, betonte er immer wieder: „Es war eine einmalige Sache.“

Doch das könnte sich doch noch einmal ändern. In den Vorbereitungen für die Rallye Portugal wurde in der Chefetage von Citroën Racing über einen weiteren Loeb-Einsatz laut nachgedacht. „Die Tourenwagen-WM genießt für Séb weiterhin klar Priorität, die Rallye Portugal hätte aber nicht mit seinen Terminen kollidiert. Wir haben über einen Start diskutiert, diesen Plan jedoch schnell wieder verworfen“, verriet Matton gegenüber Motorsport aktuell, ohne auf die näheren Hintergründe einzugehen. Logistische Gründe, sowie nicht ausreichende Schottertests mit dem nochmals überarbeiteten DS 3 WRC sollen am Ende den Ausschlag gegen Loebs 170. WM-Start gegeben haben. 

Die Absage von Portugal bedeutet jedoch keinesfalls den endgültigen Haken hinter Loebs WM-Karriere. Auch wenn Matton offiziell erklärt, dass zur Zeit keine Anstrengungen für einen Loeb-Einsatz unternommen werden, könnte es beim vorletzten WM-Lauf zur Rückkehr kommen. Wenn die Tourenwagen-WM eine mehrwöchige Pause macht, passt die Rallye Spanien (22. bis 25. Oktober) erneut in den Loebschen-Zeitrahmen. 

Nicht nur seine Erfolgsserie von acht Siegen in Folge könnte Loeb den Start in Katalonien schmackhaft machen: Er würde auf den Schotterprüfungen der ersten Etappe von seiner späten Startposition profitieren und hätte einen klaren Vorteil gegenüber seinem Erzrivalen Sebastien Ogier, der unter normalen Umständen zu diesem Zeitpunkt erneut Weltmeister sein dürfte und gegen ein erneutes Duell gegen Loeb sicherlich nichts einzuwenden hätte. Immerhin konnte der jüngere Seb den älteren Seb bei den letzten drei Aufeinandertreffen jedes Mal besiegen.

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