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JWRC2004: Die gelbe Gefahr

21 Piloten aus zwölf Nationen haben für die Junior-WM 2004 genannt. Vor allem Suzuki hat sich für die kommende Saison bestens gerüstet. Doch Renault will kontern.

<strong>Angreifer:</strong> Suzuki will 2004 den Titel einfahren

Der Auftritt lies keine Zweifel aufkommen. Suzuki will in diesem Jahr die Junior-Weltmeisterschaft für sich entscheiden. Bei der Präsentation der Einsatzteams im fernen Japan zeigte man der Öffentlichkeit deutlich, dass man zur Zeit weder Kosten noch Mühen scheut, um dieses Ziel zu erreichen. Neben Mirco Baldacci, Kosti Katajamäki und Per Gunnar Andersson, konnte man auch den Briten Guy Wilks als neuen Fahrer präsentieren und hat damit die wohl schlagkräftigste Truppe unter Vertrag.

 

Doch nicht nur fahrerisch haben die Japaner nachgelegt. Im neuen Ignis Super1600 sind alle Erfahrungen der letzten zwei Jahre eingeflossen und dieser soll zum Maßstab für die Konkurrenz werden. ?Es wird ein sehr spannendes Jahr für uns werden. Wir haben neue Fahrer, ein neues Auto und einen neuen Reifenpartner. Das sind tiefgreifende Änderungen, die es schwierig macht, eine Voraussage über unsere Stärke zu treffen", erklärte Monster-Sport-Teamchef Risto Laine. "Unser neues Auto wird sehr gut sein, aber auch unsere Konkurrenten haben nachgezogen. Ich bin auf die erste Rallye schon sehr gespannt."

 

Besonders Renault will das Feld nicht kampflos Suzuki überlassen. Nach dem Gewinn der Vorjahres-Meisterschaft musste man zunächst den Verlust von Champion Brice Tirabassi verkraften, der auf ein WRC-Engagement in Frankreich spekulierte. Dafür werden Larry Cols und Nicolas Bernardi in dieser Saison die Fahnen des französischen Herstellers hochhalten und den von ORECA vorbereiteten Renault Clio S1600 pilotieren. Unterstützung bekommen die beiden von Altmeister Simon-Jean Joseph, der nach dem Scheitern seines Citroen-WM-Projektes wieder zurückkehrt ist und die Entwicklung des Autos bei Einsätzen in der französischen Meisterschaft forcieren möchte.

 

Auch bei Ford setzt man auf neue Gesichter und ein neues Auto. Doch zunächst werden der Finne Jari-Matti Latvala und Conrad Rautenbach aus Zimbabwe mit dem bekannten Puma starten, ehe der neue Fiesta S1600 sein mit Spannung erwartetes Debüt feiert. Während Latvala ein bekannter Name in der WM-Szene ist, steht hinter dem Namen Rautenbach ein noch unbekanntes Gesicht. Der junge Mann aus Zimbabwe wurde in der Saison 2003 zweiter der Afrikanischen Rallye-Meisterschaft und siegte im Super 1600 Cup. Rautenbach fährt erst seit zwei Jahren Rallyes und war mit 16 Jahren der jüngste Fahrer, der in der Afrikanischen Meisterschaft Punkte sammelte.

 

Für das Salz in der Suppe dürften aber auch die vielen weiteren Fahrer sorgen. So werden den Piloten des Fiat Punto S1600 gute Chancen zugesprochen. Alessandro Broccoli, Mathieu Biasion, Alan Scorcioni, Xavier Pons und Luca Tabaton wollen mehr, als nur einmal auf das Treppchen fahren. Besonders beachtlich das Programm des Spaniers Pons, der sich auch noch für die PWRC-Saison eingeschrieben hat.

 

Vor seiner Ablösung steht das ehemals erfolgreichste Auto in der Junior-WM. Nur Guerlain Chicherit geht beim Saisonauftakt in Monaco noch mit dem betagten Citroen Saxo S1600 an den Start, doch nach der Homologation des C2 Anfang April will er schnellstmöglich auf das neue Auto umsteigen. Dabei ist der Franzose nicht der einzige Einzelkämpfer, denn auch Kris Meeke (Opel Corsa S1600) und Luca Betti (Peugeot 206 S1600) treten ohne Markenkollegen an.

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