WRC 2017

Jetzt also doch: Loeb wird den Citroën C3 WRC testen

Der durchwachsene Auftritt von Citroën Racing in der laufenden WM-Saison hat weitere Auswirkungen: Rekord-Weltmeister Sebastien Loeb – eigentlich zur Schwestermarke Peugeot gewechselt – wird den C3 WRC testen.

Sebastien Loeb
Sebastien Loeb wird den C3 WRC auf Asphalt testen

Ein genaues Datum gibt es noch nicht, doch der PSA-Konzern – nicht Citroën Racing(!) – gab heute offiziell bekannt, „dass in den kommenden Wochen Sebastien Loeb den Citroën C3 WRC in einem privaten Test auf Asphalt ausprobieren wird.“

Noch vor einigen Wochen wäre das undenkbar gewesen, hatte doch Citroën-Teamchef Yves Matton mehrfach erklärt, dass man mit der Entwicklungsarbeit der aktuellen Fahrerriege sehr zufrieden sei und keinen anderen Piloten hinter das Steuer lassen würde. Nun hat PSA-Motorsportchef Jean-Marc Finot offenbar ein Machtwort gesprochen und für ein Umdenken gesorgt.

„Mit der Gründung von PSA Motorsport sind wir nun ein großes Team. Neben meinen Einsätzen für Peugeot in Marathonsport und dem Rallycross, kann ich durch den C3-Test auch meine Erfahrung bei Citroën einbringen“, freute sich Loeb, der zusammen mit Doppelwinkel-Marke neun Weltmeistertitel und 78 Siege in der Rallye-WM feiern konnte. „Ich kann es kaum erwarten, wieder in einem World Rally Car zu sitzen und auszuprobieren, wie sich die Technik entwickelt hat“, so Loeb weiter. „Auch wenn ich in den letzten fünf Jahren viele andere Motorsportarten ausprobiert haben, den Rallyesport liebe ich noch immer am meisten.“

Kein Einsatz bei einer Rallye

Der Test von Loeb soll nach ersten Informationen in der ersten August-Woche stattfinden, damit seine Eindrücke und Vorschläge noch in die Vorbereitung für die Rallye Deutschland einfließen kann. Mit der Bezeichnung „privater Test“ versucht Citroën keinen offiziellen Testtag zu verlieren, die vom Reglement limitiert sind. „Das spielt in unserer Situation aber auch keine Rolle. Einen Tag Sebastien Loeb im Auto zu haben ist sicher wertvoller, als einen offiziellen Testtag zu verlieren“, so Matton, der allerdings auch betont, „dass ein Einsatz von Sebastien bei einer Rallye nicht geplant ist.“

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