NEUE MODELLE?

Hyundai prüft nicht nur R5-Projekt

Hyundai-Teamchef Michel Nandan erklärte am Rande der Wales Rallye Großbritannien, dass seine Mannschaft nicht nur den Bau eines R5 prüft, sondern auch andere Fahrzeugklassen interessant findet.

Die erste Saison in der Weltmeisterschaft hat das neugegründete Hyundai-Team erfolgreich hinter sich gebracht. Man konnte nicht nur die Mannschaft schulen, sondern wichtige Daten für die Entwicklung des neuen i20 World Rally Car gewinnen. Ab 2015 will man jetzt die nächste Stufe zünden, um den Rückstand auf Klassenprimus Volkswagen deutlich zu verkürzen.

Obwohl das WRC-Projekt weiterhin oberste Priorität genießt, überlegt Hyundai ebenfalls, in weiteren Fahrzeugklassen aktiv zu werden. „Es gibt keinen Auftrag an uns, im Kundensport tätig zu werden, aber wir sollen diese Möglichkeiten prüfen“, erklärte Teamchef Michel Nandan. „Als ein Hersteller, der im Rallyesport engagiert ist, will Hyundai wissen, ob es noch andere Betätigungsfelder gibt. Also schauen wir uns um, ob wir Kundenautos entwickeln könnten, wie es unsere Konkurrenten tun. Bislang ist nichts entschieden.“

Vor allem Wüsten-Heißsporn Nasser Al-Attiyah hatte das Gerücht über einen Hyundai R5 befeuert und sah sich bereits als neuen Hyundai-Werkspilot. „Die Fahrer fragen immer, welche Autos wird zur Verfügung stellen können. Wir haben Nasser und all den anderen mitgeteilt, dass es die Möglichkeit eines R5 geben könnte, denn wir prüfen so ein Projekt. Aber das war es auch schon“, sagte Nandan.

Statt eines R5 könnte Hyundai auch eine R2-Version auf die Beine stellen, wie Nandan andeutet. „Die R5-Kategorie ist nicht automatisch gesetzt. Bei einem Programm, in dem es auch um Marketing für ein Modell geht, ist es logisch, dass man prüft, ob man ein Fahrzeug für verschiedene Kategorien entwickelt. Das Interesse eines Herstellers ist doch, möglichst viele seiner Autos im Motorsport einzusetzen“, so der Monegasse abschließend.

VIDEO: Hyundai-Shakedown Wales Rallye GB

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