WM-Kalender

Hyundai macht Druck: „2021 nicht mehr als zehn WRC-Läufe“

Es wird ein heißer Herbst. Nicht nur wegen der Vielzahl der Veranstaltungen, die nachgeholt werden sollen, sondern auch wegen der Verhandlungen zwischen WRC-Promoter und den Herstellern. Letztere sind aktuell ziemlich verstimmt.

Hyundai-Teamchef Andrea Adamo ist ein Mann der großen Gesten, aber auch der klaren Worte. Seinen Frust über die aktuelle Zusammenarbeit mit dem WRC-Promoter entlädt sich in einem Satz: „Es hat den Anschein, dass wir Hersteller nur dann eingebunden werden, wenn es ums Bezahlen geht“, polterte Adamo im Interview mit Motorsport aktuell.

Was dem 49-jährigen besonders sauer aufstößt ist die unklare Situation in Bezug auf die restliche Saisonplanung. „Wir vermissen klare Informationen, zum Beispiel von der Rallye Türkei“, so Adamo, der auch eine Entscheidung in Sachen Rallye Japan fordert. „Ich frage mich, wie das ausgerechnet mit der Rallye-WM gehen soll, wenn die Formel 1 und MotoGP ihre Rennen dort längst abgesagt haben.“

Klare Kante mit Blick auf 2021

Damit noch mehr Druck auf den Kessel kommt, positioniert sich Adamo in Sachen Kalender 2021 deutlich: „Wir haben dem WRC-Promoter klar mitgeteilt, dass wir in der kommenden Saison nicht mehr als zehn WM-Läufe wollen. Wie viele davon in Europa oder Übersee sind, müssen dann andere entscheiden.“

Noch kein Bekenntnis für WRC 2022

Ein schwerer Schlag für die Expansionspläne von FIA und WRC-Promoter, die in der Zukunft von einem Kalender mit 14 bis 16 Läufen träumten. Man wird sich kompromissbereit zeigen müssen, denn in der aktuellen Phase kann man keinen Hersteller verlieren, schließlich sollen diese die neuen Hybrid-WRC entwickeln, die in zwei Jahren ein neues Zeitalter einläuten. Entsprechend gut ist die Verhandlungsposition von Adamo, der ausdrücklich betont, dass sich Hyundai noch nicht zur WRC 2022 bekannt hat.

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