Mikko macht alle nass

Heisser Tango in Argentinien

Die diesjährige Weltmeisterschaft kann sich über fehlende Spannung nicht beklagen. Auch in Argentinien ging es vom ersten Wertungskilometer an hoch her.

<strong>SCHON DRAUSSEN:</strong> PG Andersson sah nicht einmal den Start der ersten Prüfung

Zuerst erwischte es P-G Andersson. Sein Suzuki SX4 versagte auf dem Weg zur ersten Prüfung den Dienst, die Elektronik des japanischen Allradlers spielte verrückt. Damit blieb dem Schweden das erspart, was Weltmeister Sebastien Loeb mit den Worten „verdammt anspruchsvoll“ umschrieb.

 

Nicht genug, dass starker Regen und dichter Nebel den Piloten zu schaffen machten, die sandigen Pisten Argentiniens verwandelten sich in Matsch- und Schlammfelder. Seit dieser Saison dürfen die Fahrer die Reifen nicht mehr nachschneiden, zu allem Übel wurden die Mischung der hier verwendeten Pirelli-Pneus bereits im letzten November festgelegt. „Wir sollten unbedingt diese Regeln verändern. Unter diesen Umständen muss ein Nachschneiden möglich sein“, klagte Jari-Matti Latvala. „Sag das bitte Deinem Chef“, entgegnete ihm Sebastien Loeb, denn während sich fast alle Teams in diesem Punkt einig sind, sperrt sich Ford noch gegen eine Änderung. Malcolm Wilson kann sich offensichtlich nur zu gut an die Zeit erinnern, als Citroen bei der Reifenwahl immer das bessere Händchen hatte.

 

Sebastien Loeb sehnt nicht ohne Grund einer Änderung des Reglements herbei. Zu Beginn der heutigen Etappe kann er dem Speed von Spitzenreiter Mikko Hirvonen nicht folgen. „Es geht wirklich nicht schneller“, gestand der Franzose, der nach vier Prüfungen mit über 50 Sekunden Rückstand auf Platz zwei liegt. Hirvonen, als WM-Spitzenreiter erster Fahrer auf der Strecke, kann den vermeintlichen Nachteil unter diesen Bedingungen zu seinen Vorteil nutzen und setzt zu Beginn zwei beeindruckende Bestzeiten.  

 

LICHT UND SCHATTEN: Latvala überschlägt sich erst, setzt dann aber die Bestzeit auf der dritten Prüfung

Für ungläubiges Staunen sorgt auch Teamkollege Jari-Matti Latvala. Zunächst überschlägt sich der junge Finne mit seinem Ford Focus, erreicht aber das Ziel der zweiten Prüfung. Im Anschluss setzt er seine erste Bestzeit des Wochenendes. „Der Überschlag geht auf meine Kappe“, ärgert sich der Mitfavorit und muss zur Tageshalbzeit einen Rückstand von über 10 Minuten verkraften.

 

Deutlich auch die Abstände auf den weiteren Punkterängen. Chris Atkinson liegt mit 1:33 Minuten Rückstand auf Platz drei. Weitere 30,1 Sekunden dahinter folgt sein Teamkollege Petter Solberg. Gigi Galli behauptet sich als Fünfter in der Spitzengruppe. „Solch schlechte Bedingungen habe ich noch nie erlebt“, ließ der Italiener nach Ende der ersten Schleife notieren und muss auf Dani Sordo achten, der den Rückstand auf nur noch 3,2 Sekunden verkürzte. Lokalmatador Federico Villagra ist zur Siebter und Henning Solberg belegt den letzten Punkterang.

 

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